Ein rotes Urgestein

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Aus den Händen von Markus Rinderspacher (links) erhält Martin Geiser die Georg-von-Vollmar-Medaille.

Kaufbeuren – Es ist die höchste Auszeichnung, welche die bayerische SPD zu vergeben hat: Der Kaufbeurer Martin Geiser erhielt die Georg-von-Vollmar-Medaille für sein Lebenswerk aus den Händen von MdL Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag.

Geiser war 16 Jahre Mitglied des bayerischen Landtags und 35 Jahre Mitglied des Kaufbeurer Stadtrats. Rinderspacher bezeichnete Geiser, der über 60 Jahre Mitglied der SPD ist, in seiner Festrede als „einen Sozialdemokraten aus altem Schrot und Korn, der zu den großen Männern der Sozialdemokratie in Bayern gehört“.

Catrin Riedl und Pascal Lechler von den beiden Kaufbeurer Ortsverbänden sowie Karin Wehle-Hausmann vom SPD-Unterbezirksvorstand Ostallgäu begrüßten die zahlreichen Gäste, darunter Familienangehörige ebenso wie SPD-Mandatsträger der verschiedenen Ebenen, Alt-OB Rudi Krause und OB Stefan Bosse sowie Stadträte aus fünf Fraktionen. Riedl beschrieb Geiser als „Anwalt der Armen“, der vieles geleistet und die Politik Kaufbeurens geprägt habe.

Glückwünsche überbrachten MdB Ulrike Bahr und MdL Harald Güller (beide SPD) sowie Bosse (CSU). Bahr hob hervor, dass der Geehrte „durch Zivilcourage und Engagement eine Vorbildfunktion“ habe. Güller ging auf die Tätigkeiten des ehemaligen MdL in den verschiedensten Ausschüssen ein. Bosse bescheinigte dem langjährigen Stadtrat, dass sein Wirken „in der kommunalen Familie nicht von parteipolitischem Denken geprägt“ gewesen sei und sein Lebenswerk nun gekrönt werde.

"Aufrechter Sozi"

„Du bist ein aufrechter Sozi, der das Herz am rechten Fleck hat“, sagte Festredner Rinderspacher. Geiser habe stets das Allgemeinwohl im Auge gehabt und nie Klientelpolitik betrieben. Er ging ausführlich auf dessen Arbeit im Postdienst, der Gewerkschaft und der Politik, aber auch in vielen Vereinen ein und bezeichnete ihn als „großen Demokraten der Nachkriegszeit“. Der Abgeordnete nutzte die Gelegenheit, vor aufkommendem Rechtspopulismus zu warnen und brach eine Lanze für die Werte der Demokratie, die mehr in den Mittelpunkt gestellt werden müssten.

Geiser selbst bedankte sich bei allen Gratulanten und hätte sich gerne einen Zeitraffer gewünscht, um viele Ereignisse der Vergangenheit Revue passieren lassen zu können. „Ich bin glücklich“, sagte der frisch Ausgezeichnete, „dass ich Spuren hinterlassen durfte.“ Mit Blick auf die Festlegung von SPD-Mann Frank-Walter Steinmeier als Präsidentschaftskandidat habe der Tag zusätzlich „eine tolle Bedeutung gewonnen“.

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