Ideen konsequent verfolgen

In der Peitinger Schloßberghalle wurden bereits Ende Februar die Gewinner des diesjährigen Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ im Voralpenland gekürt. 99 junge Leute nahmen dieses Jahr mit insgesamt 50 Arbeiten am Wettbewerb teil. Unter den Teilnehmern war auch Jona- than Schindler (18) aus Kaufbeuren, der im Fachgebiet Biologie als Sieger hervorging.

„Das Engagement und der Einfallsreichtum der jungen Leute begeistern mich immer wieder aufs Neue. Hoerbiger unterstützt den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs aus Überzeugung und mit großer Freude“, sagt Thomas Englmann, Geschäftsführer der Hoerbiger Kompressortechnik GmbH, Schongau. Der Konzern ist seit 2005 Patenunternehmen von „Jugend forscht“. Der Schüler der Staatlichen Fachoberschule Kaufbeuren hat sich auf die spannende Spurensuche zwischen Esoterik und Wissenschaft begeben. Er untersuchte, ob sich Wasser tatsächlich mit Hilfe spezieller Geräte „beleben“ lässt, wie es die Hersteller einschlägiger Aufbereitungsgeräte behaupten. Damit hat sich Schindler für den Landeswettbewerb qualifiziert, der noch bis zum 25. März im Deutschen Museum in München stattfindet. Wie dort seine Chancen stehen, kann der 18-jährige Schüler nicht einschätzen. „Die meisten Arbeiten sind wirklich nicht schlecht. Und wenn alle Arbeiten gut sind, muss man sich auf den Kontrast verlassen“, sagt Schindler. Von der Idee bis zur Fertigstellung habe es rund neun Monate gedauert. Wichtig sei bei den Forschungsprojekten darauf zu achten, „welche Bereiche schon ausgeforscht sind“. Als Tipps gibt er, dass „man ein paar Ideen konsequent verfolgen muss. Man muss mit Beharrlichkeit und Gründlichkeit an die Sachen herangehen“. Unterstützt wurde Schindler bei seiner Forschung von den Stadtwerken München - vor allem von Dr. Ottmar Hofmann. „Ohne ihn und seine Mitarbeiter hätte es nicht geklappt“, weiß der 18-Jährige. Diese Zeit sei „menschlich als auch wissenschaftlich ein Gewinn“ für ihn gewesen. Dr. Hofmann habe ihm einen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, so dass er seine Untersuchungen in aller Ruhe durchführen konnte. Untersucht hat Schindler drei Kriterien: ob sich der Geschmack wirklich verbessere, wie es die Hersteller behaupten; ob weniger Kalk abgeschieden werde sowie die beworbene Verbesserung des mikrobiologischen Status, der vor allem für die Industrie von Interesse sei. 46 SchülerInnen und ein Lehrer haben den 18-Jährigen beim Geschmackstest unterstützt. Das Ergebnis: Es sei egal, ob das Wasser belebt sei oder nicht. Auch bei der Kalkablagerung habe es keine „signifikanten Ergebnisse“ gegeben. Bei dem dritten Punkt, dass sich durch die Belebung die Anzahl der krankmachenden Bakterien verringere, konnte der Schüler in seinen Untersuchungen nicht bestätigen.

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