Viel zu Feiern bei der DLRG

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Kaufbeurens OB Stefan Bosse tauft das neue Motorrettungsboot in Anerkennung seines ehrenamtlichen Einsatzes auf den Namen des langjährigen Vorsitzenden Werner Seibt.

Kaufbeuren-Neugablonz – Groß war die Anzahl der geladenen Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, dem Stadtrat und der -verwaltung, sowie Abordnungen der „Blaulicht-Organisationen“, der Sponsoren und Förderer der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft Kreisverband Kaufbeuren/Ostallgäu. In der Einsatzzentrale beim Neugablonzer Erlebnisbad konnte kürzlich ausgiebig gefeiert werden. Neben der Inbetriebnahme einer neuen Garage wurden zwei neue Einsatzfahrzeuge vorgestellt und die Taufe eines neuen Rettungsbootes auf den Namen des langjährigen Kreisverbands-Vorsitzenden Werner Seibt vorgenommen.

In seiner Begrüßung dankte Stefan Bahner, der den Verband seit dem plötzlichen Tod von Werner Seibt führt, allen Beteiligten für deren engagierte und tatkräftige Mitarbeit und finanzielle Unterstützung. „Ohne Sie wäre dies alles nicht möglich“, so Bahner. Auch Landrätin Marie Rita Zinnecker, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl würdigten in ihren Grußworten die außerordentlichen Leistungen des DLRG-Kreisverbandes, der zur Zeit an die 490 Mitglieder zählt, davon rund 250 junge Aktive unter 26 Jahren. Dank und Anerkennung gab es vor allem für die von der DLRG geleisteten Einsatzdienste. So steht der Wachdienst in den frequentierten Bädern und Gewässern an erster Stelle. Darüber hinaus ist die DLRG im Katas­trophenschutz in der Region eingebunden, aber auch überregional bei Bedarf tätig. Und dies, wie Stefan Bahner hervorhob, ausschließlich in ehrenamtlicher Funktion.

Zwei neue Einsatzfahrzeuge stehen ab sofort in der modernen Einsatzzentrale an der Gewerbestraße zusätzlich zur Verfügung. Zunächst ein Einsatzfahrzeug der Wasserrettung, das, wie Bahner erklärte, durch die Übernahme der Investitionskosten durch den Freistaat Bayern beschafft werden konnte. Aufgestockt durch einen Zuschuss der Stadt Kaufbeuren und das finanzielle Engagement der Kreis- und Stadtparkasse Kaufbeuren konnte dieses Fahrzeug über die Grundausstattung hinaus für spezielle Einsätze optimiert werden. In erster Linie soll es in Kaufbeuren und im Landkreis Ostallgäu als sogenanntes Primärfahrzeug für Wasserrettungseinsätze herangezogen werden und ein Motorrettungsboot mitführen.

Ein weiteres Einsatzfahrzeug konnte laut Bahner im Rahmen des Katastrophenschutzfonds des Freistaates Bayern beschafft werden. Auch dieser Einsatzleitwagen, der im Gebiet der Stadt Kaufbeuren und im nördlichen Landkreis Ostallgäu bei Großeinsätzen mit vielen Verletzten beziehungsweise Kranken sowie erhöhtem Koordinationsbedarf zum Einsatz kommt, konnte durch Zuschüsse der Stadt und des Landkreises sowie dem Sponsoring von Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren und der VR-Bank Kaufbeuren/Ostallgäu e.G. mit modernster Zusatzausstattung optimiert werden. Dazu erbrachten die Mitglieder des DLRG-Kreisverbandes an die 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden an Eigenleistung zum weiteren Ausbau des Fahrzeuges, so Bahner.

Wegen der Größe dieses neuen Fahrzeugs musste auch noch eine entsprechende Garage angebaut werden. Ohne staatliche Zuschüsse wurde diese in Eigenregie und ehrenamtlicher Eigenleistung der DLRG-Mitglieder erstellt. Rund 700 Arbeitsstunden kamen laut Bahner dabei zusammen. Außerdem gab es noch zahlreiche Sach- und Finanzspenden von regionalen Firmen und Unternehmen, die auch tatkräftig an den Bauarbeiten mitwirkten und größtenteils auf eine Bezahlung verzichteten. Stadt und Landkreis waren auch an diesem Projekt mit finanziellen Zuschüssen letztendlich beteiligt, sodass zum erfolgreichen Abschluss gebührend gefeiert und gelobt werden konnte.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Taufe eines neuen Motorrettungsbootes, das ebenfalls über den Freistaat Bayern beschafft wurde. Es dient der DLRG im Stadtgebiet von Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu für Wasserrettungseinsätze und wird künftig durch die Integrierte Leitstelle Allgäu zum Einsatz gebracht. Modernste Kommunikations- und Sonartechnik, zur Ortung von Menschen und Gegenständen unter Wasser, befindet sich an Bord . Insgesamt acht Besatzungsmitglieder finden ausreichend Platz um ihre Aufgaben ausüben zu können.

Oberbürgermeister Stefan Bosse übernahm für den dienstlich verhinderten Staatssekretär Gerhard Eck die Bootstaufe. In Anerkennung seines unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatzes bis zu seinem plötzlichen Tod im Februar 2015 wurde das Rettungsboot auf den Namen des langjährigen DLRG-Kreisvorsitzenden „Werner Seibt“ getauft. Eine Ehrung für einen im Bereich Rettungsdienst geschätzten und anerkannten ehemaligen Freund und Kollegen, der für sein großes ehrenamtliches Engagement als herausragende Anerkennung vom Bundespräsidenten 2014 nach Berlin eingeladen und geehrt wurde.

Zum Abschluss der Veranstaltung, bei einem gemütlichen Beisammensein, überreichte der Technische Einsatz-Leiter des Landesverbandes DLRG Bayern, Sven Slovacek, den erfolgreichen Absolventen der DLRG Kaufbeuren/Ostallgäu den Motorrettungsboot-Führerschein, sodass der hiesige Kreisverband auch auf diesem Gebiet entsprechend gut vertreten ist.

von Klaus-Dieter Körber

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