Wohnraum für Flüchtlinge

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Aus diesem ehemaligen Seniorenheim in Obergünzburg wird eine Asylbewerberunterkunft.

Görisried – Ein Seniorenheim verwandelt sich in eine Asylbewerberunterkunft. Um mögliche Bedenken der Bürger auszuräumen, initiierten das Bürgermeisteramt Görisried und das Landratsamt Ostallgäu eine Informationsveranstaltung über die künftige Unterbringung von Asylbewerbern.

Laut Bürgermeisterin Thea Barnsteiner würde das ehemalige Seniorenheim nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen und notwendige Umbau- und Renovierungsarbeiten seien aus Platzmangel zu den Nachbargebäuden nicht möglich. Auch wollte die Eigentümerin Hildegard Pietsch das Altenheim aus Altersgründen nicht mehr weiterführen.

Ralf Kinkel, zuständiger Abteilungsleiter beim Landratsamt Ostallgäu, erwähnte, dass die größte Gruppe im Landkreis Personen aus Syrien, gefolgt Afghanistan, Nigeria und Pakistan darstelle. Woher die Flüchtlinge kommen, die in das ehemalige Seniorenheim ziehen werden, werde man erst kurz vor dem Einzug erfahren, so Kinkel auf Nachfrage unsrer Zeitung. Mit der Ankunft der Flüchtlinge rechnet er nicht vor Februar. Bis dahin wird das Haus auf Vordermann gebracht, damit Platz für 32 Personen geschaffen wird. Laut Kinkel werden teils Familien und teils Einzelpersonen einziehen.

In einer anschließenden Diskussion stellten die Teilnehmer der Veranstaltung Fragen dazu, ob man Einfluss nehmen könne, welche Nationen in die Asylunterkunft kämen, wie die Ankunft am ersten Tag gestaltet ist, wer welche Verantwortung für die Flüchtlinge übernehme.

Auch kritische Fragen wurden im Hinblick auf die Kölner Silvesternacht gestellt, vor allem bezüglich der eigenen Sicherheit. Kinkel erklärte, dass Asylbewerber in gleichem Maße wie deutsche Bürger straffällig seien. Der Betreiber der Unterkunft und ehrenamtliche Asylbetreuer würden den Flüchtlingen unsere Werte vermitteln. Außerdem stehe den Betreuern das Landratsamt mit den beiden Ehrenamtskoordinatorinnen Asyl, Christina Panje und Isabel Costian mit Rat und Tat beiseite.

Sorgen äußerten einige Eltern bezüglich der Lage des Asylbewerberheims, da es direkt an einer Straße liegt, in der auch Sportstätten und Vereinsheime liegen. Eine Vorverurteilung sollte nicht stattfinden, die Asylbewerber hätten die Chance verdient, sich zu beweisen, so die Verantwortlichen.

von Werner Wolf

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