Bürger zeigen Flagge am "Internationalen Tag gegen Rassendiskriminierung"

"Kaufbeuren ist bunt"

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Kaufbeurer Einheimische und Asylbewerber, Groß und Klein zeigen am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassendiskriminierung, dass es gemeinsam besser geht.

Kaufbeuren – Den 21. März hat die UNESCO zum internationalen Tag gegen Rassendiskriminierung erklärt. Genau diesen Tag jedoch hatte sich die NPD ausgesucht, um sich mit einem Infostand in der Kaufbeurer Fußgängerzone gegen den Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland zu positionieren – und sah sich einer Überzahl von Menschen gegenüber, die gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt, Toleranz und Verständigung demonstrierten. 

Mit dabei waren unter anderem das Bündnis für Flüchtlinge, der Arbeitskreis Asyl, das Antirassistische Jugendbüro Kempten und Kaufbeuren-aktiv. Vor der Dreifaltigkeitskirche und am Kemptener Tor standen sie zum Gespräch bereit und riefen dazu auf, die derzeit in Kaufbeuren lebenden Flüchtlingen willkommen zu heißen. "Wir haben als Gesellschaft keine Chance, wenn wir uns nicht für ein gutes Zusammenleben aller Menschen in diesem Land einsetzen", betonte Pfarrer Thomas Kretschmar von der Dreifaltigkeitsgemeinde. Und: "Kaufbeuren ist bunt, das wollen wir zeigen". Auch Asylbewerber waren zu der Aktion gekommen. Viele von ihnen trugen Zettel mit der Aufschrift "Ich habe in Kaufbeuren Freunde gefunden", vor der Kirche in der Innenstadt trommelten und tanzten einige von ihnen für die Passanten, die den Infostand der NPD fast vollständig mieden. "Mich beruhigt es, zu sehen, dass die Menschen in Kaufbeuren mehr Interesse an unserer Darbietung haben als an den Ideen der NPD", sagt dazu Günter Kamleiter vom Arbeitskreis Asyl. Theresa Eberle von Kaufbeuren-aktiv informierte über verschiedene Projekte, die derzeit in der Wertachstadt zusammen mit Asylbewerbern laufen. So gibt es ein Filmprojekt der "filmzeit" und das Projekt "Fremd oder daheim in Kaufbeuren" des Stadtjugendrings. Geplant ist außerdem eine Ausstellung "gegen Rechts". Eine solche Ausstellung mit Informationen über die Opfer rechter Gewalt seit 1990 wird zudem laut Sebastian Lipp, Antirassistisches Jugendaktionsbüro Kempten, nach den Osterferien in der Kaufbeurer FOS gezeigt. von Michaela Frisch

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