Angebote für zukünftige Azubis über Ausbildungsplätze

Informieren und Schnuppern

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Ausbildungstag 2015: Rund 40 Unternehmen und Institutionen trafen sich zur Vorbereitung beim Unternehmen HAWE als einem der Teilnehmer. Im Vorfeld fand eine Betriebs-Besichtigung statt.

Kaufbeuren – Das Werben um den Nachwuchs und damit um qualifizierte Arbeitskräfte sorgt für vielfältige Angebote an zukünftige Auszubildende. Während am kommenden Sonntag, 1. März, der Berufsinfotag seine Pforten öffnet (siehe Seite 10 und 11), trafen sich jüngst Unternehmen aus der Region beim Unternehmen HAWE in Vorbereitung auf die im Herbst stattfindende Ausbildungsmesse sowie weitere Offerten für die Jugendlichen.

Das Treffen und die Aktivitäten der Unternehmen wird von Bilgi Dikkaya-Kaufmann vom „Institut Bilgi“ mit einem Team – bestehend aus selbstständigen Unternehmern – koordiniert und organisiert. Kernelement ist die am 17. Oktober dieses Jahres bereits zum siebten Mal stattfindende Ausbildungsmesse im Kaufbeurer Stadtsaal. 

Aufgrund der Erfahrungen schließt sich schon zum zweiten Mal, getrennt von der Messe und nur wenige Tage später, der bekannte „Schnuppertag“ an. Dieser Tag bietet direkt bei den teilnehmenden Unternehmen am 21. Oktober von 8 bis 12 Uhr die Möglichkeit zum Einblick in einen Betrieb. Darüber hinaus finden für das Jakob-Brucker Gymnasium (JBG) vom 27. bis 29. Juli sogenannte Praktikumstage statt. Der Kreisbote sprach mit Bilgi Dikkaya-Kaufmann über das Projekt „Kaufbeurer Ausbildungstag“. 

Was macht den Kaufbeurer Ausbildungstag so speziell? 

Dikkaya-Kaufmann: „Es sind alle Sparten vertreten: Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen, weiterführende Ausbildungseinrichtungen, Pflegedienstleistungen – alles unter einem Dach. Ferner ist sie von Selbstständigen organisiert, die mit beiden Füßen im Geschäftsleben stehen und wirklichkeitsnah wissen, aber auch vermitteln können, was gewollt aber auch erwartet wird. Außerdem besteht zwischen der Organisation und den teilnehmenden Firmen eine enge Verbindung. Das heißt, die gewonnenen Eindrücke aus den Veranstaltungen wie Schnuppertag und Praktikumstage werden ausgewertet und mit den Teilnehmern nachgearbeitet.” 

Ausbildungsmesse und Schnuppertag laufen seit sechs Jahren erfolgreich. Wie ist die neue Idee der Praktikumstage entstanden? 

Dikkaya-Kaufmann: „Das JBG ist eine der neun teilnehmenden Schulen bei unserem Kaufbeurer Ausbildungstag. Die Idee, für die zehnten Jahrgangsstufen Praktikumstage zu veranstalten, entstand in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium. Wir freuen uns auf die Erfahrungen dieses Projektes und können uns durchaus vorstellen, diese Praktika auch für andere Schulen über das Jahr verteilt anzubieten. Gerade die neunten und zehnten Klassen sind oftmals in der Berufswahl noch unschlüssig. Durch das dreitägige Praktikum bietet sich eine noch intensivere Möglichkeit, die Berufe praktisch kennenzulernen.” 

Wie sehen Sie die anderen Angebote? 

Dikkaya-Kaufmann: „Sie sind wichtig. Jede Veranstaltung ist bedeutend für die Jugendlichen, Firmen und Institutionen. Wir sehen uns als ein wichtiges Zahnrad im gesamten Getriebe.” 

Was würden Sie sich noch wünschen? 

Dikkaya-Kaufmann: „Mittlerweile gibt es ein großes Angebot zur Berufsorientierung durch Schulen und Firmen und auch im Lehrplan gibt es Vorgaben. Es besteht die Gefahr, dass die Schüler selbst bald gar nicht mehr zwischen diesen zahlreichen Angeboten zur Berufsorientierung unterscheiden können. Ich wünsche mir eine zentrale Bündelung und bessere Koordination all dieser kleinen und großen Veranstaltungen in Abstimmung mit den Behörden, Schulen und Betrieben, um diese zu entlasten. Die Jugendlichen sind die Zukunft für die Unternehmen vor Ort. Nur mit ausgebildeten Fachkräften können wir dauerhaft die Wirtschaft fördern und attraktive Arbeitsplätze schaffen. Das ist unser Ansporn.” von Wolfgang Becker

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