Investitionen in Neugablonz

Gerhard Stolzenberger (rechts), geschäftsführender Vorstand der Gablonzer Siedlungswerk eG, gratuliert den wieder und den neugewählten Mitgliederm des Aufsichtsrates (von links): Dr. Wolfgang Völsch, Eva Stumpe, Heinrich Hallatschek, Gabriele Klauer, Mathias Queisser und Reiner Queisser. Foto: Simm

Die verschiedenen Baumaßnahmen waren Hauptgesprächsthema der 60. Mitgliederversammlung des Gablonzer Siedlungswerkes eG im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Kirche in Neugablonz. Die Passage vom Neuen Markt zum ebenfalls neu errichteten Rossmann-Gebäude sowie der Wohn- und Geschäftskomplex in der Hüttenstrasse wurden bereits fertig gestellt. Nächstes Großprojekt sind mehrere Wohngebäude mit insgesamt 36 Einheiten entlang der Sudetenstraße.

„Ich bin hier von Machern umgeben. Dieses Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, Neugablonz voran zu bringen und setzt entscheidende Impulse für die Entwicklung“, lobte Oberbürgermeister Stefan Bosse das Gablonzer Siedlungswerk eG in seinem Grußwort zu Beginn der Mitgliederversammlung. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wolfgang Völsch dankte Bosse für die „vorbildliche Zusammenarbeit“ mit der Stadt Kaufbeuren, die sich insbesondere in der Fertigstellung der Nord-Süd-Passage vom Neuen Markt zum Gelände des ehemaligen Hotels Europa, gezeigt habe, wo mittlerweile der Rewe-Markt ansässig ist. Dazwischen hat die Wohnungsbaugenossenschaft in Eigenregie einen Drogeriemarkt gebaut, in den eine Filiale der Drogeriekette Rossmann eingezogen ist. Noch im Bau befindet sich die darunter liegende Tiefgarage, die für die Mieter des Siedlungswerkes gedacht ist. Da im Geschäftsjahr 2009 das Gebäude in der Hüttenstrasse bezugsfertig gestellt wurde, erhöhte sich das Anlagevermögen im Bereich Grundstücke mit Wohngebäuden auf 18,4 Millionen Euro; 2008 lag dieser Posten noch bei 12,6 Millionen Euro. Auf der Passiva-Seite der Bilanz vermehrte sich der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 2008 bei 3,7 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro in 2009. Das Geschäftsjahr 2009 beendete das Gablonzer Siedlungswerk Kaufbeuren eG mit einem Jahresüberschuss von 78442 Euro. Die anwesenden Mitglieder der Versammlung folgten dem Vorschlag des Aufsichtsrates auf die Einlagen eine Dividende von vier Prozent auszuzahlen und den dann verbleibenden Restbetrag von 20829 Euro in die Ergebnisrücklagen einzustellen. Die Mitgliederzahl blieb mit 1467 nahezu konstant. Neben den Neubauten wurde auch weiterhin in die Sanierung und Modernisierung des Bestandes investiert. Insgesamt sechs Millionen Euro wurden laut Gerhard Stolzenberger in den vergangenen Jahren in die Renovierung der 132 Wohnungen am Rehgrund gesteckt, wo unter anderem die Sanitäreinrichtungen, Elektroinstallationen, Treppenhäuser, Dächer und Fassaden saniert und isoliert wurden. „Nach der Modernisierung haben sich die Energiekosten unserer Mieter um bis zu 80 Prozent verringert“, erklärt Vorstand Stolzenberger. Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden einstimmig entlastet. West-Ost-Passage 2011 Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Wolfgang Völsch, Heinrich Hallatschek und Reiner Queisser wurden nach Ablauf ihrer dreijährigen Amtszeit für eine weitere Periode gewählt. Da die Zahl der Aufsichtsräte von bislang sechs auf zukünftig neun erhöht wird, wurden Gabriele Klauer, Eva Stumpe und Mathias Queisser neu in das Gremium berufen. In 2011 soll die West-Ost-Passage realisiert werden, die dann den fußläufigen Zugang zu den Geschäften Rewe und Rossmann aus Richtung Bürgerstraße ermöglicht. Die alten Gebäude an der Sudetenstraße Nummer 105 bis 115 sollen im ersten Halbjahr 2011 abgebrochen werden. Für die an dieser Stelle vorgesehenen Neubauten mit 36 Wohnungen, die voraussichtlich um die sechs Millionen Euro kosten werden, sollen im kommenden Jahr die Planungen vollendet werden, damit im Frühjahr 2012 mit der Umsetzung begonnen werden kann. Als Einzugstermin rechnet Stolzenberger mit Sommer 2013.

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