Neues Baugebiet: Münchner Investor hat Siedlung am Fliegerhorst erworben

Wohnen am Fliegerhorst

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Auf diesem Areal der bereits bestehenden Siedlung können in naher Zukunft 50 Eigenheime entstehen.

Kaufbeuren – Neuer Wohnraum entsteht bald auf dem im Volksmund als "Fliegerhorstareal" bekannten Gelände. Die GIEAG, die das Areal im vergangenen Jahr kaufte, investiert dort in rund 50 Wohneinheitemn

Bereits im vergangenen Jahr hat die GIEAG Immobilien AG das im Volksmund als „Fliegerhorst-Siedlung“ bekannte Areal in einer Größe von rund 7,8 Hektar von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben. Einerseits sollen die insgesamt 14 Wohnblöcke mit 216 Wohneinheiten nun Zug um Zug renoviert und einer langfristigen Vermietung zugeführt werden. Andererseits ist auf einem freien Geländestreifen unmittelbar am Zaun ein Baugebiet mit 50 Grundstücken entstanden, das für eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern sowie Dreispännern vorgesehen ist. Die Gesellschaft baut jedoch nicht selbst in dem als „Baugebiet Ost“ ausgewiesenen Gelände, sondern vermarktet lediglich die voll erschlossenen Grundstücke. Der stellvertretende Aufsichtsrat des Münchner Unternehmens, Alexander Pferschy, erläuterte im Rahmen eines Pressegesprächs die Pläne des Unternehmens, welches im Gewerbeimmobilienbereich deutschlandweit, wohnwirtschaftlich jedoch ausschließlich in Baden-Würtemberg, Bayern und Berlin tätig ist. „Wir sammeln, investieren und wollen langfristig die Immobilien behalten“, so Pferschy als Vertreter der Firmengruppe GIEAG, „wir sind ein Familienunternehmen und treue Vermieter.“ 

Die Delta Liegenschaftsverwaltung mbH ist für den Wohnbestand und die Gamma Liegenschaftsverwaltung II GmbH & Co KG ist für die Erschließung und Vermarktung der Baugrundstücke zuständig. 

Keine Luxussanierung 

Nach den Worten der Konzernspitze ist für die bestehenden Wohnungen eine – unter Berücksichtigung von Mieterbelangen – behutsame Renovierung und Anpassung frei stehender Wohnungen an aktuelle Standards geplant und diese einer nachhaltigen Vermietung zuzuführen. Dabei wird großen Wert darauf gelegt, dass die vorhandene Mieterschaft am Standort ver- bleiben kann. Luxusmodernisierungen der Drei- bis Fünf-Zimmerwohnungen sind bei bestehenden Mietverhältnissen nicht geplant. Bei Übernahme war ein Leerstand von 50 Wohneinheiten gegeben, derzeit sind es noch 30, wie Andrea Obesser als zuständige Ansprechpartnerin erläutert. Auch 40 Studenten der Finanzhochschule gehören zu den Bewohnern, nach der Erweiterung sollen es laut Pferschy weitere 100 Studenten werden. Seit 1. August dieses Jahres läuft die vollständige Abkoppelung der gesamten Ver- und Entsorgung sowie der Heizung vom Fliegerhorst Kaufbeuren. Zwei neue Gasheizungen für die Erzeugung von Fernwärme sind im Bau und der Anschluss an das öffentliche Kaufbeurer Kanalnetz ist bis Jahresende vollzogen. Dabei ist es Pferschy wichtig, dass alle Arbeiten überwiegend von heim- ischen Firmen ausgeführt werden, wie beispielsweise der Tiefbau durch die Kaufbeurer Firma Dobler. 

Neuer Wohnraum 

Auf rund 27.000 Quadratmetern können in drei Bauabschnitten 50 Eigenheime entstehen. Wolfgang Biermann als Vertriebsbeauftrager äußerte sich zufrieden. Es gebe sechs feste Reservierungen und Anfragen von weiteren 25 Interessenten. Die Grundstücke würden komplett mit Straße und allen Versorgungseinrichtungen erschlossen, Stellplätze seien ebenfalls enthalten. Es bestehe Bauplanungsrecht und nach der vom Käufer selbst einzuholenden Baugenehmigung könne die Bebauung im nächsten Jahr erfolgen. Die Richtlinien schreiben eine zweigeschossige Bauweise plus Dachgeschoss vor.

von Wolfgang Becker

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