Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens tagt am Montag

Wer kauft das Marktoberdorfer Krankenhaus?

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Wer das Marktoberdorfer Krankenhaus kauft, wird in Kürze publik gemacht.

Marktoberdorf – Die Entscheidung, wer künftig das ehemalige Krankenhaus in Marktoberdorf sein Eigen nennen darf, steht kurz bevor. Am Montag tagt der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens (KU) der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren auch darüber, wie KU-Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald erklärte.

Großes Interesse am Krankenhaus hatte bereits im Vorfeld das Marktoberdorfer Bauunternehmen Hubert Schmid bekundet. Auf Nachfrage des Kreisbote dementiert der Investor jedenfalls nicht, ein verbindliches Angebot zum Kauf des ehemaligen Klinikums abgegeben zu haben. Im Gegenteil. Als regionales Bauunternehmen sei Schmid laut eigener Aussage geradezu prädestiniert dafür, das Gelände neu zu entwickeln. Ob der Baulöwe den Zuschlag erhalten hat, werden wir im Nachgang berichten. 

„Abbruch, Bauarbeiten, Erschließung – das sind unsere ureigensten Qualitäten“, erklärt Brigitte Schröder, Projektentwicklerin bei Hubert Schmid. Und: „Wir möchten uns gerne auf dem Krankenhausareal im Einklang mit der Stadt engagieren.“ Also das Gelände einer Wohnbebauung zuführen, wie es auch der Bürgermeister im Sinn hat. „Ja, es hat schon erste Gespräche mit der Stadt gegeben“, sagt Schröder.

Auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass er von den Kaufabsichten der Marktoberdorfer Baufirma wisse. Er habe damit aber kein Problem. „Jeder konnte sich ganz regulär an der europaweiten Ausschreibung beteiligen“, so Hell. 

Mit der dem Gelände auferlegten Veränderungssperre würden die städtebaulichen Ziele auch nicht in Frage gestellt. Wie berichtet, hat der Stadtrat eine Nutzung zu Wohnzwecken für das Krankenhausareal im Bebauungsplan verankert. „Wir sind es der Bevölkerung schuldig, mehr Wohnraum zu schaffen“, sagt das Stadtoberhaupt. 

Ob die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch mache, entscheide letztlich aber der Stadtrat. Und das hänge maßgeblich vom Kaufpreis ab, wie Hell klarstellte.

von Angelika Hirschberg und Kai Lorenz

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