Den Park erleben

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Landschaftsarchitektin Gudrun Dietz-Hofmann erklärt mit Baureferent Helge Carl die wünschenswerten Sanierungsmaßnahmen, die zunächst im südlichen Teil des Parks umgesetzt werden sollen.

Kaufbeuren – Der Jordanpark in Kaufbeuren wird stattliche 125 Jahre alt. Zu diesem Anlass rückt die Grünanlage wieder in den Fokus: Am Tag des offenen Denkmals, den 13. September, darf im Park ab 13 Uhr gefeiert werden!

„Mit dem Fest wollen wir an die Grundidee des Jordanparks erinnern. Er wurde auf Initiative der Kaufbeurer Bürger angelegt und ist ein Bürgerpark im besten Sinne“, erläutert Oberbürgermeister Stefan Bosse. „Daher freuen wir uns, dass sich so viele Bürger beim Jubiläumsfest und den Überlegungen zur Sanierung einbringen, allen voran die Bürgerstiftung, der Gartenbauverein und der Heimatverein.“ 

Im Mittelpunkt sollen an diesem Tag Führungen für alle interessierten Bürger stehen, so Landschaftsarchitektin Gudrun Dietz-Hofmann. Zudem zeigt eine Ausstellung mit 15 Bannern die Entstehungsgeschichte des Parks, zur Ökologie, zum Alpinum, zu einem ehemaligen Eislaufplatz und vielem mehr. Diese Banner werden noch für zwei weitere Wochen im Jordanpark aufgestellt sein. Der Flyer mit den Programmpunkten am Tag des offenen Denkmals liegt im Rathaus und im Bürgerbüro aus und ist auch unter www.kaufbeuren.de zu finden. 

Heimatverein bringt Sonderheft raus 

Der Heimatverein Kaufbeuren hat das Jubiläum zum Anlass genommen, ein Sonderheft über 60 Seiten zum Jordanpark zu verfassen (wir berichteten). „Das Bewusstsein der Öffentlichkeit wieder stärker auf den Jordanpark zu richten” sei die Motivation Dr. Ulrich Klinkerts, stellvertretender Vorsitzende des Heimatvereins, gewesen, das Sonderheft zusammenzustellen. Er vergleicht den Jordanpark mit einem Möbelstück, das zwar da ist, „über das man sich aber kaum Gedanken macht”. 

Das Sonderheft verbindet Beiträge von Dietz-Hofmann zur Geschichte des Parks und ein Lexikon von Fachbegriffen mit Gedanken des Verschönerungsvereins. Interviews mit Menschen unterschiedlicher Jahrgänge sollen im Leser eine persönliche Beziehung zum Park entstehen lassen. Abgerundet wird das Heft mit Gedanken zur Parksanierung und welche Chancen und Perspektiven dies bietet. Das Sonderheft ist ab Anfang September beim Heimatverein erhältlich (www.heimatverein-kaufbeuren.de). 

Das Büro Hofmann & Dietz aus Irsee hat im Auftrag der Stadt Kaufbeuren ein Parkpflegewerk erarbeitet, das den heutigen Zustand des Parks erfasst und aufzeigt, welche Sanierungen nötig und wünschenswert sind. Besonderes Augenmerk wird auf Blickachsen gelegt, die den Fokus auf Hauptbildmotive wie die Fontäne und den Monopteros, der momentan saniert wird, lenken sollen. Dafür müssen aber einige Bäume und Sträucher, die den Blick versperren, weichen. „Kleine Wasserfälle im Park übersieht man fast”, daher soll das Gewässer in künstlerischer Konzeption „wieder erlebbar” werden, betont Dietz-Hofmann. 

Insgesamt soll der Park wieder mehr in seine Ursprungsform als Englischer Garten geführt werden. Beim Jubiläumsfest erfahren die Bürger auch vonseiten der Stadt geplante Sanierungsarbeiten am Park, so Baureferent Helge Carl. Im Herbst wird der Kostenrahmen im Bauausschuss bekannt gegeben. Laut Carl wird die Sanierung dann Gegenstand der nächsten Haushaltsberatung. 

Ausgehend von den Erinnerungen einiger Kaufbeurer, die für das Sonderheft interviewt wurden, möchte der Kreisbote auch von Ihrer Geschichte erfahren. Welche Momente verbinden Sie mit dem Jordanpark? Schreiben Sie uns Ihre Geschichte und senden Sie uns gerne auch Fotos an die E-Mailadresse redaktion-kf@kreisbote.de. Wir freuen uns, von Ihren Erlebnissen zu erfahren und ausgewählte Anekdoten im Kreisbote zu veröffentlichen!

von Martina Staudinger

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