architekturforum allgäu berichtet

Fundament gelegt

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Vorstand und Geschäftsführer des architekturforum allgäu (v. li.): Monika Sparakowski, Franz G. Schröck, Heidi Frank - Krieger, Peter Geiger, Wolfgang Braig, Rainer Lindermayr, Alexander Rissmann, Doris Riedmiller, Gerhard Pahl, Philip Sodeur, Rita Holzheu.

Kempten/Allgäu – Zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung des architekturforum allgäu konnte Vorsitzender Gerhard Pahl eine große Anzahl an Mitgliedern begrüßen. Themen waren unter anderem die Leaderförderung, die Verleihung des Baupreises allgäu 2014 und Exkursionen.

Seit der Fusion der architekturforen Kempten-Oberallgäu und Memmingen-Unterallgäu zum architekturforum allgäu im letzten Juni wurde mit Beginn diesen Jahres durch die Einrichtung einer Halbtages-Geschäftsstelle im „Künstler“ an der Beethovenstraße die weitere Professionalisierung des Vereins vorangebracht. Der Kreisbote berichtete im vergangenen Jahr zudem über die Gründung des Knotenpunktes für die Stadt Kaufbeuren. 

Über den Auftrag der Leader-Förderstelle (siehe Info unten), ein „Netzwerk Baukultur Allgäu“ aufzubauen, berichtete Geschäftsführer Franz Schröck. Demnach wurden zu diesem Thema in den vergangenen Monaten eine Vielzahl von Kontakten geknüpft – dabei fanden fruchtbare Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern auf unterschiedlichen Ebenen ebenso statt wie mit Vertretern aus Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Vereinen sowie mit Berufsverbänden, Hochschulen und Presseorganen. 

Im Rahmen der Vereinsaktivitäten fand die Wanderausstellung zum Baupreis Allgäu mit insgesamt 15 Präsentationen in Städten wie Kaufbeuren, aber auch an überregionalen Standorten eine sehr große Beachtung. Mit dem Jahresprojekt 2014 widmete sich das architekturforum allgäu zudem erstmals dem Themenkomplex „Tourismus“ und dessen Auswirkungen auf die hiesige gebaute Umwelt. 

Neben einer Reihe von Dorfgesprächen unter dem Label „BaustelleHeimat“ sei für Anfang des kommenden Jahres eine Abschlußveranstaltung geplant. Im Jahr 2015 lobt das architekturforum allgäu erstmalig einen Baukultur-Gemeindepreis aus, der nicht primär Einzelobjekte, sondern hervorragende ganzheitliche Strategien im ländlichen Raum ins Licht der Öffentlichkeit rücken möchte. 

Über die Beteiligung des architekturforum allgäu an der Entwicklung der regionalen Entwicklungsstrategie für die Leader-Förderperiode 2015 bis 2021 konnte der Verein sein Anliegen laut Schröck als sogenanntes „Starter-Projekt“ positionieren. Einer Allianz der Kemptener Kulturvereine entsprang im Frühjahr eine Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten, nach 100 Tagen Amtszeit kam es zu einem ersten Gedankenaustausch mit dem gewählten Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Besonders stolz sei man beim architekturforum in diesem Zusammenhang auf die Initiierung von Gestaltungsbeiräten in Sonthofen (umgesetzt), Kempten, Memmingen und Kaufbeuren. 

Ein besonderes Anliegen des architekturforum allgäu ist der Kontakt zur nachfolgenden Generation unter dem Motto „Architektur macht Schule“. Durch eine Vielzahl von Aktionen wurde und wird versucht, bereits in jungen Jahren das Fundament für eine gewisse Gestaltungskompetenz zu legen. Bei den Neuwahlen zum Vorstand wurde Gerhard Pahl ebenso als erster Vorsitzender in seinem Amt bestätigt wie seine Stellvertreter Peter Geiger, Rainer Lindermayr und Monika Sparakowski. 

Neu im Kreis ist der Sonthofener Landschaftsarchitekt Philip Sodeur. Beisitzer im Vorstand sind weiterhin Wolfgang Braig für den Netzwerkknoten Kempten, Heidi Frank – Krieger für Kaufbeuren, Doris Riedmiller für Mindelheim und Alexander Rissmann für Sonthofen. Rita Holzheu zeichnet als neu gewählte Beisitzerin für den Netzwerkknoten in Memmingen verantwortlich.

Was ist Leader?

Das EU-Förderprogramm Leader („Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“) steht für die Verbindung von „Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ und ist Regionalentwicklung „von unten nach oben“. Es ist auf Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet. Quelle: StMELF

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