Ein Jahrhundert "Ski heil"

Mit einem festlichen Beisammensein mit Mitgliedern und Ehrengästen feierte der Skiclub Kaufbeuren e.V. sein 100-jähriges Jubiläum in der vereinseigenen Skihütte. Ein Rückblick auf die spannenden Anfänge und die wechselvolle Entwicklung durch Vorsitzenden Hans Wüstendörfer leiteten den gemütlichen Abend ein.

So wie die Mitglieder im Vereinsleben die Gemeinschaft und Geselligkeit pflegen, sollte nach Wunsch der Organisatoren auch der Festabend als fröhliches Miteinander ablaufen, musikalisch umrahmt von der „Schwangauer Hausmusik“. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Skihütte begrüßte Wüstendörfer die fröhliche Gästeschar. Oberbürgermeister Bosse betonte seine Freude über den Skiclub, der in den 100 Jahren viel bewegt habe. Sein Dank galt besonders den Ehrenamtlichen, die bereit waren und sind im Verein Verantwortung zu tragen. Als Beispiel erwähnte Stefan Bosse die Aufgabe, bereits „die Kleinen an den faszinierenden Wintersport heranzuführen”. Als wichtigen Beitrag für die Bürger nannte Bosse zudem das von den Mitgliedern des Skiclubs gepflegte Langlauf-Loipennetz, das mittlerweile rund 150 Kilometer umfasst. Mit Unterstützung der Stadt wurde für diese Arbeit ein neues Spurgerät angeschafft. Ulrich Beer und Ralf Trinkwalder, die beiden Vorsitzenden der Alpenvereinssektion Kaufbeuren-Gablonz, überbrachten Glückwünsche und verwiesen auf die anfänglich gemeinsamen Wurzeln, aus denen sich die beiden eigenständigen Vereine entwickelten. „Ski heil” heißt es seit vielen Generationen in Kaufbeuren. Als der Skiclub im Jahr 1909 gegründet wurde, war „Skifahren um Kaufbeuren noch sehr exotisch”, erzählt Vorsitzender Wüstendörfer. Die Gründung erfolgte noch unter dem Namen Wintersportverein. Gefahren wurde, sofern ausreichend Schnee lag, unter anderem auf dem Hölzleberg, am Kronenberg und an der Oberbeurer Alm, wobei die beiden letztgenannten laut Wüstendörfer nur für „gute Skifahrer” geeignet waren. Schon 1911 wurde der erste öffentliche Skikurs durch den Verein angeboten und im Bereich der Mindelheimer Strasse gab es eine kleine Schanze mit Sprungweiten um zehn Meter. Zum 1. Auerberglauf im Jahr 1923 traten 32 Teilnehmer an, darunter auch schon zwei Frauen. Zur Einweihung der neuen Schanze an der alten Oberbeurer Steige kamen dann über 3000 Zuschauer. Anfang der 70er Jahre war dies die erste Mattenschanze im Allgäu mit Sprungweiten um 40 Meter, berichtet der Vereinsvorsitzende stolz. Da sich der Langlauf immer größerer Beliebtheit erfreute, setzt sich der Skiclub Kaufbeuren seit vielen Jahren für ein funktionierendes Loipennetz ein. Um allen Interessen gerecht zu werden, wird mittlerweile doppelt präpariert: klassisch diagonal und modern für die Skater, die inzwischen über 50 Prozent ausmachen. Gerade die Loipen an der Wenglinger Steige und im Aschtal erfreuen sich aufgrund ihrer oft guten Schneebedingungen starker Frequenz. Seit 2008 gibt es im Verein eine neue Kinder- und Jugendgruppe. Bei kontinuierlich ansteigenden Mitgliederzahlen gehören dem Skiclub Kaufbeuren mittlerweile über 400 Personen an.

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