Die "Herde" wird größer

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Zusammen mit einem Kaplan und zwei Diakonen ist Pfarrer Jan Forma ab 1. September neben Jengen auch für Wall zuständig.

Jengen/Waal – Bislang hat er seine Schäfchen ausschließlich in Jengen betreut, nun übernimmt Pfarrer Jan Forma ab dem 1. September die Leitung der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft Waal-Jengen.

1961 wurde Jan Forma in Westpommern geboren, dann kam er 2011, nach vier Jahren in Indien, nach Jengen. Dass er Priester werden wollte, sei ihm bereits direkt nach dem Abitur an einem technischen Gymnasium klar geworden, so der 55-Jährige gegenüber dem Kreisbote

So besuchte er nach dem Abschluss das Priesterseminar in dem ehemaligen Kloster Paradies in West-Polen. Die folgenden sieben Jahre studierte er Philosophie und Theologie an der päpstlichen Fakultät in Breslau. Am 21. Mai 1989 wurde Forma zum Priester geweiht. Polen und Österreich waren weitere Stationen, außerdem in Deutschland Pfaffenhofen an der Ilm und Oberstdorf. 1993 kam er nach Kaufbeuren, wo er in der Pfarrei Sankt Ulrich als Pfarrer ein knappes Jahr tätig war. Nachdem er zum Provinzial der polnischen Provinz des Ordens von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä gewählt wurde, wechselte er nach Polen zurück. Über neun Jahre lang leitete Forma die Provinz mit den Niederlassungen in Europa und Afrika. In den folgenden Jahren verbrachte er unter anderem einige Monate in Indien und in Amerika, wo er einen Sprachkurs machte. 

In Dezember 2014 schloss sich Pfarrer Forma dem diözesanen Klerus der Diözese Augsburg an. „Kontakte zu einigen Menschen meiner bisherigen Stationen bestehen immer noch. Besonders am Herzen liegt mir die Unterstützung der Mission in Indien“, so Forma.

Die bisherige Pfarreiengemeinschaft ist ihm ans Herz gewachsen. „Da bin ich wirklich Daheim“, sagt er über sein Zuhause in Jengen. Er vertraut darauf, dass seine bisherige Offenheit für die Menschen und für neue Herausforderungen ihm auch bei der Leitung der neuen Pfarreiengemeinschaft Waal-Jen­gen helfen wird. „Ich bin da für die Menschen!“ ist auch weiter sein Wunsch und Weg.

Seiner Ansicht nach sind menschliche Beziehungen maßgebend für ein gutes Zusammenleben. Die Frohe Botschaft zu verkünden und die anvertrauen Menschen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten ist für ihn nach eigener Aussage die Priorität der Seelsorge. Weiter, die Vernetzung zwischen den Menschen und den verschiedenen Gruppen zu fördern.

Zusammen mit dem indischen Kaplan Augustin Raj Don Bosco und zwei Diakonen im weltlichen Beruf ist Jan Forma offiziell ab 1. September für die neu entstandene Pfarreiengemeinschaft da. „Was wir aber dringend benötigen, ist Gottes Segen und die Offenheit der Menschen sowie ihre Bereitschaft, gemeinsam in dem gleichen Boot zu fahren. Dann brauchen wir uns nicht zu fürchten, denn der Herr ist mit uns da“, so seine Botschaft.

von Michaela Frisch

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