"Joker" heiß auf "Cannibals"

Mit vier Punkten aus zuletzt zwei Auswärtspartien, damit scheint dem ESVK der Weg aus der Talsohle gelungen zu sein. Nachdem, auch in der Höhe über- raschenden 7:2 Sieg am Freitag in Garmisch folgte zwei Tage später bei den Freiburger Wölfen bei der 5:4 Niederlage nach Verlängerung der nächste Punktgewinn. Diese auswärts gewonnenen Punkte tun nicht nur in der Tabelle gut, sondern bringen auch das in letzter Zeit angeknackste Selbstvertrauen zurück. Nach 26 Spieltagen bedeutet das für den ESVK in der 2. Eishockey-Bundesliga Rang neun mit 36 Punkten. Einen Platz davor die punktgleichen Lausitzer Füchse und einen Rang dahinter die Dresdner Eislöwen mit 35 Punkten. Aber beide Teams haben schon ein Spiel mehr bestritten.

Erstmals traten die Joker in Garmisch ohne den jungen Marc Sill an; der 20-Jährige wollte auf eigenen Wunsch zurück zu seinem Heimatverein EHC Sonthofen, um in der Bayernliga wieder viel Spielpraxis zu haben. Gegen den SC Riessersee gingen die Kaufbeurer durch McFeeters und Krabbat mit einer 2-Tore-Führung ins zweite Drittel. Selbst der Anschlusstreffer der Gastgeber konnte an diesem Abend den Jokern nichts anhaben. In schöner Regelmäßigkeit erhöhten Wehrstedt, Körner, Tanaka, Aßner und zuletzt Sikora zum verdienten 7:2 Sieg vor 1559 Zuschauern im Garmischer Olympiastadion. Nur 1003 Fans wollten in Freiburg die Partie des Tabellenletzten sehen, dabei sahen sie frech aufspielende Wölfe, welche nach 21 Minuten schon mit 3:0 führten. Doch die Kaufbeurer gaben sich noch nicht geschlagen, nach 46 Minuten stand es nach Toren von Krabbat und Webb nur noch 4:2. In der letzten Minute setzte Coach Latta alles auf eine Karte und wurde durch Tore von Webb und Lindmark mit dem Ausgleich bestätigt. Wenn auch die Freiburger in der Verlängerung noch das 5:4 erzielten, so nahmen die Joker dennoch einen Punkt mit auf die Heimfahrt. Jetzt kann das Derby gegen den alten Rivalen Landshut Cannibals am Freitag um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena steigen. Zuhause gab es einen Sieg in einem spannenden Match mit 2:1 Toren und beim Gastspiel in Landshut mussten sie sich erst nach Penaltyschießen geschlagen geben. Ein Vorteil für den ESVK ist die derzeitige Kaderschwächung der Cannibals. Neben dem an der Schulter verletzten Tom Kühnhackl müssen die Gäste ohne ihre U-20 Nationalspieler Wagner, Rieder und Forster antreten. Trotzdem kann deren Coach Tobias Abstreiter noch drei komplette Reihen aufbieten. Am Sonntag, 20. Dezember, spielen die Kaufbeurer um 18.30 in Heilbronn. Bei den Falken wurde die Auftaktsiegesserie der Joker mit einer 6:3 Niederlage seinerzeit kurz unter- brochen. Da auch das Heimspiel vor vier Wochen verloren ging, sind die Mannen von Coach Ken Latta auf Punkte natürlich hochmotiviert, zudem muss deren Coach Rossi gleich sechs Akteure für das U-20 Nationalteam abstellen.

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