Polizei kann "ungewöhnlichen Vorfall" aufklären

11-Jähriger wurde nicht gefesselt

Waal –  Die Kripo Kaufbeuren konnte die Fesselung eines 11-jährigen Jungen klären. Der Vorfall vom vergangenen Donnerstag war erfunden und der benannte Mann hatte kein sexuelles Motiv.

Am 12. Februar  spielten drei Freunde nachmittags in einem Wald auf einem zugefrorenen Bach Eishockey (wir berichteten). Hierbei wurden sie von einem Mann beobachtet. Als die Kinder gegen 18 Uhr wieder zu Hause waren, ging der Junge auf Weisung seiner Mutter erneut zu dem Bach zurück, um Teile seiner Ausrüstung zu holen, die er dort vergessen hatte. Da der Junge geraume Zeit nicht wieder zurückkam, machten sich die Eltern auf die Suche nach ihrem Jungen und informierten auch die örtliche Feuerwehr zur Unterstützung nach der Suche. Bevor diese groß angelegt begann, tauchte der Junge aufgelöst wieder auf und berichtete davon, dass er von einem Unbekannten an einen Baum gefesselt wurde. Aus dieser Fesselung konnte er sich selbst wieder befreien.

Durch die Kripo Kaufbeuren wurde daraufhin der relevante Bereich abgesucht. Gefunden haben die Beamten allerdings weder das beschriebene Seil, noch andere Spuren des Vorfalles. Daneben wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Personen befragt. Diese Ermittlungen führten nun dazu, dass der Junge gegenüber den Beamten einräumte, den Vorfall vorgeflunkert zu haben. Er wurde wegen der zurückgelassenen Gegenstände von seiner Mutter zurechtgewiesen und wollte deswegen nicht gleich zurückkehren. Als er dann das Ausmaß seines Tuns erkannte, gab er gegenüber den Suchkräften diese Geschichte an.

Wichtiger als die Klärung dieses ungewöhnlichen Falles ist für die Kriminalpolizei aber die Feststellung, dass der von den Kindern benannte Mann, der nachmittags die Kinder beobachtete und auch ansprach, tatsächlich auch vor Ort war und nach derzeitigem Kenntnisstand dabei kein sexuelles Motiv hatte. Vielmehr machte er die jungen Sportler in einer ruppigen Art darauf aufmerksam, dass seiner Meinung nach an dieser Stelle nicht Eishockey gespielt werden darf. aus dem Polizeibericht

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