Ausblick auf freiflug

+
„Rainer von Vielen“ bei der Arbeit mit den begeisterten Workshop-Teilnehmern.

Kaufbeuren – Am 13. Juni fällt der Startschuss für das Straßenkultur-Festival „freiflug“, bei dem Kinder und Jugendliche der Stadt zusammen mit professionellen Künstlern die Kaufbeurer Altstadt inszenieren. Das Festival will wie schon im vergangenen Jahr jungen Kaufbeurern die Möglichkeit bieten, künstlerische Ausdrucksformen zu erlernen und auf der Straße umzusetzen.

Für die Auftaktveranstaltung plant das Organisationsteam um Johanna Klüpfel eine spannende Mischung aus Streetdance, Streetart, aber auch klassischen Kulturformen wie Blasmusik und Stepptanz. Die kostenlose Veranstaltung soll einen ersten Vorgeschmack auf die „freiflug“-Saison 2016 geben und Kinder und Jugendliche der Stadt einladen, mitzumachen. 

Örtliche Vereine und Institutionen wie die Ballettakademie König-Sräga oder die Jugendkapelle des Hirschzeller Musikvereins konnten bereits als Kooperationspartner gewonnen werden. Künstlerische Unterstützung wird dem Festival sowohl dieses Jahr beim „freiflug-boarding“, als auch nächstes Jahr durch die Allgäuer Band „Rainer von Vielen“ zuteil. 

In mehreren Workshops entwickelten die Künstler zuletzt gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen örtlicher Vereine eine mitreißende Show, die Lust auf das große „freiflug“-Festival 2016 machen soll. Und Vorfreude kam am vorigen Samstag in Hülle und Fülle auf: Obwohl sich die Musiker auf relativ neues Terrain wagten – in dieser Form hatte die Band noch nicht gearbeitet, wenn auch ähnliche Projekte in Planung sind beziehungsweise schon durchgeführt wurden – merkte man allen Beteiligten die große Freude an, die ihnen dieses einmalige Konzept bereitete. 

Die Jugendlichen und Kinder des Hirschzeller Musikvereins erarbeiten mit den vier Bandmitgliedern Mitsch Oko, Sebastian Schwab, Dan le Tard und natürlich Rainer von Vielen Arrangements von Stücken wie beispielsweise Sidos „Mein Block“, und das groovte schon nach nur zwei Tagen Arbeit äußerst manierlich. Erstaunlich, wie gut die vier auch als Lehrer, Leiter und Motivatoren funktionieren: Das vorläufige Ergebnis machte Lust auf mehr. 

„Einmalig auch die Geschichte hinter den ,freiflug’-Veranstaltungen“, so Johanna Klüpfel. Zugrunde liegt eine Studie, die die Stadt Kaufbeuren vor einigen Jahren in Auftrag gab. So sollte herausgefunden werden, wo die kulturellen Defizite der Region liegen. Demzufolge wurden Stellen geschaffen und der Grundstein für das Team gelegt, das nun schon im zweiten Jahr die „freiflug“-Fahne für mehr Jugendkultur in Kaufbeuren und Umgebung hochhält. 

Initiativ werden und junge Kreative fördern und ihnen ein Forum bieten, so vielleicht könnte man den Grundsatz umschreiben. Und wem dieser Gedanke unterstützenswert erscheint, der kann sich am 13. Juni von 14 bis 15 Uhr in der Kaiser-Max-Straße selbst ein Bild machen von dem, was Kinder, Jugendliche und Künstler hier gemeinsam geschaffen haben.

von Philip Bradatsch

Meistgelesene Artikel

Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung über die Vergabe der Bauarbeiten für die Kaufbeurer Fußgängerzone entschieden. Den …
Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kommentare