Juristisches Nachspiel erwartet

Der Erhalt des Doppelhauses in Binnings ist auf einem guten Weg. Foto: Bauer

Der Antrag, eine Brandschutzmauer zwischen ihren beiden Doppelhaushälften einzuziehen, wäre den beiden Eigentümern beinahe zum Verhängnis geworden. Sie würden einen Schwarzbau bewohnen, warf das Landratsamt den Eignern vor, und verlangte den Rückbau des Doppelhauses zum Einfamilienhaus (wir berichteten). Nun hat sich doch noch alles zum Guten gewandt, dank der Entscheidung des Gemeinderates, eine Außenbereichssatzung für den Weiler Binnings zu beschließen.

Seit dem Frühjahr 2009 haben die beiden Familien, die im Jahr 2004 je eine Doppelhaushälfte in Binnigs erworben hatten, in Sorge um ihr Wohneigentum gelebt. Zu verworren war die Lage, angesichts der Beteiligung verschiedener Behörden und der rechtlichen Lage, bei der sich Baurecht und Zivilrecht kontrovers gegenüberstanden. Eine nachträgliche Baugenehmigung konnte nicht erteilt werden, da es für die Errichtung von Einfamilien- und Doppelhäusern weder einen Bebauungsplan, noch eine Außenbereichssatzung gab. In seiner Jahresabschlusssitzung 2010 hat sich nunmehr der Aitranger Gemeinderat der Sache angenommen und die baurechtliche Grundlage geschaffen. Die hier beschlossene Außenbereichssatzung lässt nun den die Errichtung zweier Wohneinheiten in einem Gebäude zu. Allerdings, so Bürgermeister Jürgen Schweikart, handele es sich dabei nicht um einen generellen Freibrief für unbeschränktes Bauen in Binnings, sondern eine an Auflagen gebundene begrenzte Bauerlaubnis. Von 10. Januar bis zum 18. Februar werde die Satzung nun zur Einsichtnahme öffentlich im Rathaus ausgelegt, um sie anschließend in Kraft zu setzen. Kommt es nicht zu begründeten Einsprüchen, kann dann eine nachträgliche Baugenehmigung für ein Doppelhaus erteilt werden, allerdings werde diese an Auflagen gebunden sein, meinte Schweikart. In jedem Fall müssten die beiden Haushälften brandschutztechnisch voneinander abgetrennt werden, was natürlich einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verursachen wird. Ein juristisches Nachspiel zeichne sich hier ab, erklärte Schweikart, denn die Forderung nach einer Kostenübernahme durch die Vorbesitzer stehe im Raum. Auch die neu beschlossene Außenbereichssatzung gebe es nicht zum Nulltarif.

Meistgelesene Artikel

Buntes Treiben beim Buronia-Gala-Ball

Kaufbeuren – Rund 240 festlich gewandete Ballgäste hatten sich am vergangenen Samstag im Stadtsaal eingefunden, um am 151. Buronia-Gala-Ball der …
Buntes Treiben beim Buronia-Gala-Ball

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kommentare