Kabarettist erhält Kulturpreis

Den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren 2011 erhält der Kabarettist Wolfgang Krebs. Foto: Ralf Lienert

Kauf

beuren – Den Kunst– und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren im Jahr 2011 erhält der in Neugablonz lebende Kabarettist Wolfgang Krebs in der Form des Hermine-Körner-Preises für Darstellende Kunst. Diesen Beschluss fasste jüngst der Stadtrat in seiner Sitzung. Wie die Stadt in einem Schreiben mitteilt, würdigen die Jury und Stadträte mit ihrer Entscheidung dessen künstlerische Erfolge, durch die er sich aus eigener Kraft mit Talent, Fantasie und wachsamer Intelligenz eine überregionale Bekanntheit erarbeitet hat. Die Verleihungsfeier ist für Mitte Oktober im Stadttheater Kaufbeuren vorgesehen. Wolfgang Krebs stand mit fünf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. Nach dem Hauptschulabschluss und einer Lehre bei der Bundespost in Kaufbeuren kam er über den zweiten Bildungsweg als Studioleiter zu Radio Allgäu, später als Referent des Vorstands zu ProSieben/ Sat1 und als Marketingleiter beim Vermarkter von RTL II. Im Dezember 2007 entschloss sich Wolfgang Krebs zu einer hauptberuflichen Laufbahn als Kabarettist. Es entstand sein erstes Bühnenprogramm „Die Stoiberschau“. Seit 1988 ist Krebs als Sprecher an verschiedenen Hörfunkprojekten, Theateraufführungen und Moderationen beteiligt. Seine Schwerpunkte sind Improvisation, festliche Ansprachen und Stimmenimitation. Bei den Marktfestspielen Blonhofen trat er erstmals als bayerischer Ministerpräsident Edmund Stoiber auf. Diese Rolle verkörperte er seit Januar 2004 regelmäßig in der BR-Fernsehsendung „quer“. Nach Stoibers Rücktritt parodierte er in Funk und Fernsehen dessen Nachfolger Günther Beckstein, Horst Seehofer sowie zahlreiche andere prominente Persönlichkeiten. Seit 2009 tritt er mit seinem neuen Kabarettprogramm „Ja mia kennan!“ auf. Wolfgang Krebs ist Autor mehrerer Bücher und Schirmherr der „Geheimsache Igel“, eines Projektes zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen, das von dem Schauspieler Olaf Krätke 1998 ins Leben gerufen wurde. Ehrenamtlich engagiert er sich in seiner Heimatstadt beim Aktionskreis und Vereinsring Neugablonz sowie als Präsident der Karnevalsgesellschaft Kunstreiter. Zur Wahl des Kulturpreisträgers 2011 konnten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaufbeuren Vorschläge gemäß den Richtlinien einreichen. Während der Vorschlagsfrist im Januar gingen 34 gültige Einsendungen für insgesamt 21 Kandidaten ein. Der 1979 ausgelobte Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren ist mit 2.000 Euro dotiert und kann in sechs Sparten vergeben werden. Bisher wurden der Peter-Dörfler-Preis für Literatur und der Ludwig-Hahn-Preis für Musik jeweils neun Mal, der für Bildende Kunst ausgelobte Jörg-Lederer-Preis und der Jugendkulturpreis jeweils acht Mal sowie der neu eingeführte Hermine-Körner-Preis für Darstellende Kunst nunmehr zweimal verliehen.

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