Alles ist erlaubt

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Die Kaiserin

Liebe Bürgerinnen und Bürger, das bunte Treiben hat begonnen. Uns allen stellt sich – wie in jedem Jahr – die Frage nach dem richtigen Faschingsoutfit.

Provokativ oder traditionell? Vielleicht doch noch einmal das Kostüm von vor drei Jahren? Oder vielleicht setze ich dieses Jahr einmal aus, denn eigentlich bin ich gar keine so große Faschingsnärrin.

Wie man das Kostüm richtig wählt, zeigte jüngst unser Oberbürgermeister beim diesjährigen Feuerwehrball („Hot Fashion Night“). Endlich mal wieder eine bundesweite Schlagzeile aus unserem verschlafenen Städtchen. Und sogar ich kann unser Stadtoberhaupt nur beglückwünschen. Humor kommt viel zu kurz im politischen Tagesgeschäft. Dass er allerdings zum Ganoven-Ball in seiner täglichen Businesskleidung erschien, gab mir doch zu denken. Seine Vergangenheit bei der Polizei habe ihm gezeigt, wie Ganoven aussehen, so Bosse in der Süddeutschen Zeitung.

Ganoven sehen also aus wie Politiker – wie treffend. Und ihm muss man das auch glauben, oder? Immer dann, wenn ich jetzt jemanden in Anzug und Krawatte sehe, dann denke ich an die Worte unseres OB und bin besonders vorsichtig. Aber zu Fasching ist eben alles anders und erlaubt!

Auch witzig: Unser Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl kam als Geistlicher zum Feuerwehrball – quasi frei von jeder Sünde. Ha! Kurz zuvor verkleidete er sich zur Grünen Woche in Berlin als ... Autofahrer? In einem sozialen Netzwerk veröffentlichte er ein Foto davon, mit halb vollem Weizenbier in der Hand. Einem Kommentar, ob es zu dieser Zeit richtig sei, sich als Politiker „fröhlich saufend“ zu zeigen entgegnete er: „Doch, es geht (...) wenn das Auto stehen bleibt!“ Na dann können die nächsten Jahre nur feucht-fröhlich werden. Seinen Humor hat er zumindest noch nicht verloren. Den Führerschein ja schon.

Wenn Sie sich also in den kommenden Tagen in Ihre Verkleidung stecken, dann lassen Sie sich auch etwas Kreatives einfallen. Wenn Sie nichts zu verbergen haben, würde ich aber einen Bogen um Anzug und Krawatte machen.

Mit hoheitlichen Grüßen,

Ihre Kaiserin

Die Kaiserin freut sich sehr über Zusendungen von Ihren Themen, Veranstaltungsterminen und vielleicht sogar Gerüchten? SMS und WhatsApp an 0178-6820900 oder per E-Mail an: diekaiserin@kreisbote.de.

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