Kampf um den Sepp-Linder-Pokal

Gemeinsam stark: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Bezirksentscheids mit dem Buchloer Bürgermeister Josef Schweinberger und BRK-Präsidentin Prinzessin Christa von Thurn und Taxis (beide rechts vorne).

Die Spannung in Buchloe war groß. Denn kürzlich wurde zum ersten Mal der Bezirkswettbewerb der Wasserwacht-Jugend ausgetragen. Um sich den begehrten Sepp-Linder-Pokal zu erkämpfen, mussten die 31 Mannschaften aus elf Kreisverbänden ihr Können nicht nur beim Schwimmen und Tauchen, sondern auch in den theoretischen Disziplinen Allgemeinbildung und Erste Hilfe-Wissen sowie bei Geschicklichkeitsspielen beweisen. Am Ende des zwei- tägigen Wettbewerbs durfte als Gesamtsieger der Kreisverband Günzburg den großen Mannschaftspokal mit nach Hause nehmen. In den Einzelwertungen nach Alter siegten die Mannschaften aus Neu-Ulm (Jugend I), Günzburg (Jugend II) und Augsburg-Land (Jugend III), die demzufolge im Herbst am Landesentscheid teilnehmen werden.

Der Bezirkswettbewerb der Wasserwacht-Jugend wird jedes Jahr von einer anderen Ortsgruppe des Bezirks ausgerichtet und dient, neben der Vorbereitung auf die kommende Wachsaison an Seen und in Bädern vor allem dem Gemeinschaftsgefühl. „Es ist immer wieder toll, zu sehen, wie viel Spaß große und kleine Teilnehmer haben und mit wie viel Eifer sie sich in den Wettbewerb stürzen“, so Edgar Gailhofer, der technische Leiter der Kreiswasserwacht im Ostallgäu: „Schon die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab dem achten Lebensjahr wissen, dass die hier geforderten Fähigkeiten zukünftig dabei helfen können, einem Menschen das Leben zu retten.“ So wurden am ersten Tag des Wettbewerbs vor allem die Kenntnisse in der Ersten Hilfe geprüft. Und wie wäre dies besser möglich als am Beispiel eines „echten“ Unfalls? Mit viel Mühe hatten sich die freiwilligen Statisten Wunden und Verletzungen geschminkt, um den Wettbewerbsteilnehmern verblüffend realistisch wirkende Unfallszenerien zu bieten. Eine Rollerskaterin, die sich beim Fallen eine Kopfwunde zugezogen hatte, hatten beispielsweise die Kinder der Teilnehmerstufe 1 zu versorgen. Die Jugendlichen der Stufe 3 erwartete dagegen die deutlich komplexere Situation eines Fahrradunfalls mit zwei Verletzten. „Wir achten sehr darauf, die Fallbeispiele altergerecht zu gestalten und vor allem den Jüngsten bereits im Vorfeld die Angst vor einer solchen Situation zu nehmen“, erklärt dazu Gary Kögel, der Leiter der Ostallgäuer Kreiswasserwacht. Die Erfahrung zeige aber, dass niemand „zu jung zum Helfen“ sei: „Auch Kinder im Grundschulalter haben ein Gespür für kritische Situationen und können wertvolle Hilfe leisten, zum Beispiel einen Verband richtig anlegen oder einen Notruf korrekt abgeben“ - eine gute Übung auch für das Selbstbewusstsein im späteren Leben. Am nächsten Tag traten die 31 Mannschaften dann zur „Königsdisziplin“ an. Der schwimmerische Teil des Wettbewerbs gliederte sich in Disziplinen wie Balltransport im Wasser, Schwimmen mit Rettungsboje oder Schwimmen mit Kleidung, aber auch in klassische Wettkämpfe wie die Bruststil-Staffel oder das Tauchen nach Gegenständen. „Die Stimmung im Bad war toll, und die Teilnehmer haben Spitzenleistungen gezeigt“, so Andreas Baumgartner, der technische Leiter der Wasserwacht Buchloe. Gewürdigt wurden die rund 350 Teilnehmenden und ihre Ortsgruppenleiter auch durch die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Prinzessin Christa von Thurn und Taxis, die die Abschlussrede hielt.

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