Kastanienbaum muss weichen

Die Damen und Herren des Buchloer Stadtrats trafen sich zu ihrer 17. Sitzung bereits um 18 Uhr zu einer Ortsbesichtigung an der Kreuzung Bahnhofstraße/ Mindelheimer Straße. Auf Antrag der FWV Buchloe – Kreis- und Bezirksrat Josef Rid, Vorsitzender der Freien Wähler Buchloe, hatte den Antrag im Stadtrat eingebracht – war dies notwendig geworden, um vor Ort zu sehen, wie der geplante Kreisverkehr an dieser „neuralgischen" Kreuzung verlaufen wird. Hier ging man noch davon aus – so der Verkehrsplaner – den Verkehr aus der Hindenburgstraße nur als „Rechtsabbieger" zuzulassen.

Vor dem Eiscafé „Venezia“ fanden sich die Rätinnen und Räte ein, um sich ein Bild von dem mit einem Durchmesser von 26,50 Metern zu bauenden Kreisverkehr machen zu können. Dabei wurde festgestellt, dass der eine Kastanienbaum vor dem Eiscafé weg müsse, der zweite stehen bleiben könne. Auf der gegenüber liegenden linken Straßenseite (Motorradgeschäft) müssen die Bäume gefällt werden und auf der Mindelheimer Straße (rechte Seite) müssen die Mauer und die Bäume und Büsche weichen. Die Grundstücksfrage sei dazu geklärt. Mit dieser Kenntnis und den entsprechenden Informationen durch 1. Bürgermeister Josef Schweinberger ging es dann in den Sitzungssaal des Rathauses. Der aufgerufene Tagesordnungspunkt 1.2 „Billigung der Planung für die Umgestaltung der Kreuzung“ brachte dann allerdings eine rege Diskussion zustande, nachdem Architekt Zimmermann (Zimmermann-Meixner, Amtzell) seine Planung über Power-Point nochmals ausführlich vorgestellt hatte. Es war die Rede davon, dass bei rund 18000 Fahrzeugen innerhalb 24 Stunden es eine notwendige (über das Konjunkturpaket 2 geförderte) verkehrsentflechtende Maßnahme sein würde. Kernpunkt der Diskussion war, dass – gemäß Antrag der FWV – der Verkehr aus der Hindenburgstraße auch nach links ausfahren können müsste. Bürger- meister Schweinberger verwies noch einmal darauf, dass der Kreisverkehr an sich beschlossene Sache sei und die Experten die Notwendigkeit bestätigten. Er fragte Kreisverkehrs-Planer Zimmermann, ob er Linksabbieger aus der Hindenburgstraße akzeptieren könne, was dieser bejahte. So formulierte er: „Linksabbiegen für alle Fahrzeuge aus der Hindenburgstraße wird zugelassen.“ Ein Fußgänger-Überweg mit Zebrastreifen in der Bahnhofstraße wurde ebenso abgelehnt, wie ein Zebrastreifen in der Hindenburgstraße. Der Tagungsordnungspunkt 1.3 „Billigung der Planung für die Umgestaltung der Kreuzung Angerstraße/Bahnhofstraße“ wurde in der vorgesehenen Form erteilt, soll jedoch erst nach Fertigstellung der Maßnahme 1.2 weiter verfolgt werden. Der geplante Kreisverkehr wurde genehmigt.

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