Umbau des Jakob-Brucker-Gymnasium kostet über 20 Millionen Euro

Hier und da sparen

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Um die Kosten für die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums in Grenzen zu halten muss, eingespart werden.

Kaufbeuren – Nachdem der Stadtrat in seiner Sitzung vom Mai dieses Jahres den Vorentwurf für die Generalsanierung und Erweiterung des Jakob-Brucker-Gymnasiums freigegeben hat (wir berichteten), hat die Verwaltung nun eine Kostenberechnung angefertigt.

Diese sieht Kosten in Höhe von über 20,9 Millionen Euro vor, aber nur, wenn an einigen Ecken und Enden gespart wird. Das Einsparpotenzial wurde aber im jüngsten Bauausschuss nicht von allen Seiten gutgeheißen, auch nicht vonseiten des Schulleiters Christof Walter, der vorsprechen durfte.

Ohne die Einsparungen wäre das Projekt um 428.000 Euro teurer, womit man bei Kosten in Höhe von knapp 21,4 Millionen Euro angelangt wäre. Eine Einsparmöglichkeit bestünde darin, die von der Schulleitung gewünschte Tieferlegung eines Teilbereichs der bestehenden Pausenhalle in Bauteil A nicht vorzunehmen. Damit würde jedoch die Nutzbarkeit der Halle nicht voll ausgeschöpft, wie Schulleiter Walter anhand des Plans aufzeigte. Dieser Bereich soll, wenn es nach ihm geht, zu einem Veranstaltungsraum werden. Die zusätzlichen 51.000 Euro seien gerechtfertigt. Diesen Wunsch unterstützten auch die Ausschussmitglieder.

Außerdem hielt Walter ein Plädoyer auf Trennwände im ersten Obergeschoss. Diese Trennwände ermöglichen die Zusammenlegung mehrerer Räume zu einer Gesamtfläche von 380 Quadratmetern. Dies wird auch bis dato so gehandhabt. Darauf können beispielsweise Abiturprüfungen abgehalten werden. „Der Bereich wird intensiv genutzt“, betonte der Schulleiter. Die dafür nötigen Mehrkosten von 129.000 Euro entsprächen 0,6 Prozent der Gesamtkosten und seien Walter zufolge „das Geld leicht wert“. Auch die Mehrheit der Räte war dafür. „Trennwände sind eine sinnvolle Investition“, sagte beispielsweise Dr. Thomas Jahn (CSU).

Weiteres Einsparpotenzial liegt darin, die in der Kostenschätzung enthaltene Keramikfassade, gegen eine 248.000 Euro billigere Metallfassade einzutauschen. „Im Zweifelsfall sind die inneren Werte vorrangig“, resignierte Walter. Auch der Ausschuss empfand das so und befürwortete mit einer Gegenstimme die Metallfassade.

„Die Einsparpotenziale reichen nicht aus“, erklärte Jahn. Aus seiner Sicht solle bei der Pausenhofgestaltung gespart werden. Er sprach hier die vorgesehene Bepflanzung mit Stauden und die Möblierung an. Man könne schließlich in Zukunft noch nachrüsten. Dem schlossen sich auch Gerhard Bucher (CSU) und Hans Häußer (KI) an. „Notfalls soll es die einfachste Begrünung werden“, sagte Bucher. Baureferent Helge Carl warf ein, dass es sich dabei um eine Einsparung von höchstens 75.000 Euro handle. Dennoch werde das geprüft, so Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU).

Ernst Schönhaar (CSU) erkundigte sich noch nach der Beleuchtung. Wolfgang Birzle von der Abteilung Hochbau erklärte, dass ausschließlich LED-Technik – auch in Nebenräumen – verbaut würde. Die Leuchten seien tageslichtgesteuert.

Der Stadtrat befindet in seiner nächsten Sitzung am 27. September über die Kostenberechnung und die weitere Planung.

Von Martina Staudinger

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