Stadt lädt zum achten "Blaulichtempfang"

Zum Schutz der Bürger

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Unter anderem mit einem Büffet wurde den Ehrenamtlichen beim Blaulichtempfang Anerkennung und ein „kleines Dankeschön“ gezollt.

Kaufbeuren – Dieser Tage fand zum achten Mal der zwischenzeitlich zur Tradition gewordene „Blaulichtempfang” statt, welcher die Menschen ehrt, die im Rahmen der sogenannten „Blaulichtorganisationen“ öffentliche Sicherheit innerhalb und auch außerhalb der Stadt gewährleisten.

In diesem Jahr hatte Oberbürgermeister Stefan Bosse ins Stadtmuseum eingeladen. Rund 180 ehrenamtliche Helfer waren der Einladung gefolgt. Mit Worten des Dankes für den „unermüdlichen Einsatz“ und das dabei gezeigte bürgerschaftliche Engagement im zurückliegenden Einsatzjahr eröffnete OB Bosse die Veranstaltung. Gleichzeitig dankte er auch im Namen der Stadt und allen Bürgern für die Einsatzbereitschaft zum Wohle und Schutz der gesamten Bürgerschaft – und zwar „rund um die Uhr”. Dafür sei diese Veranstaltung geschaffen – einmal all diese ehrenamtlichen Kräfte zu einem gemütlich-heiteren Abend zusammenzubringen. 

Trotzdem musste Stefan Bosse an diesem Abend nicht zuletzt auf ein ernstes Thema hinweisen, welches auch die Stadt Kaufbeuren betrifft. Der aktuelle Flüchtlingsstrom, verbunden mit den entsprechenden Vorgaben des Bezirks, stelle auch die kreisfreie Stadt Kaufbeuren vor ernste Probleme. Bosse erklärte an die Adresse der Ehrenamtlichen: „Wir arbeiten im Rathaus zur Zeit an Konzepten um für die Aufnahme bis zu 300 und mehr Flüchtlinge gerüstet zu sein. Dabei werden wir besonders auch die Hilfe Ihrer Institutionen dringend brauchen.” 

In diversen Gesprächen mit anwesenden ehrenamtlichen Helfern, erfuhr der Kreisbote, dass Kaufbeurens „Blaulichtorganisationen” im Notfall nicht nur regional, sondern auch überregional, wie beispielsweise bei der Hochwasserkatastrophe 2013 in Niederbayern, gefordert und bestens aufgestellt sind. Unter den Anwesenden waren auch viele junge Frauen und Männer dabei. Für die Organisationen ein erfreulicher Umstand – hatte man doch bei den einzelnen Hilfsorganisationen mit der Aussetzung der Wehrpflicht, infolge fehlender Ersatzdienstleistender, mit einem gewissen Personalmangel im Nachwuchsbereich gerechnet. Dies sei in Kaufbeuren, wie dem Kreisboten versichert wurde, kein allzu großes Problem. Man habe rechtzeitig auf diese sich anbahnende Herausforderung reagiert und so gebe es kaum nennenswerte Schwierigkeiten. Die Nachwuchsarbeit funktioniere ausgezeichnet, und junge Leute, die sich für einen ehrenamtlichen „Dienst am Nächsten” interessieren, würden „herzlich gern aufgenommen“, so der Tenor aller Organisationen. 

Alles in allem gewannen die Anwesenden den Eindruck, dass im Ernstfall die notwendige Hilfe rund um die Uhr zum Einsatz bereit steht. von Klaus-Dieter Körber

Der Ausdruck „Blaulichtorganisation“ steht aber im Allgemeinen für diejenigen zivilen Einheiten, die im Straßenverkehr mit Blaulicht unterwegs sind, also typischerweise Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Zivilschutz, Polizei und weitere. Beim Kaufbeurer „Blaulichtempfang“ werden vor allem die ehrenamtlich tätigen Mitglieder dieser Organisationen geehrt. Heuer fand er zum achten Mal statt.

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