Kaufbeurer helfen Afrika

Ein Lächeln sagt mehr als 1000 Worte: Isathu nach der medizinischen Behandlung auf der „Afrika Mercy“ wo regelmäßig OP’s in verschiedenen afrikanischen Ländern stattfinden.

Während der Fußball-WM in Südafrika 2010 spendeten Kaufbeurer Bürger, Geschäftsleute und Institutionen unter dem Dach von „Kaufbeurer helfen Afrika“ insgesamt 19.000 Euro. Symbolische Schecks wurden kurz darauf im Rathaus an verschiedene Hilfsprojekte vergeben, unter anderem an „Mercy Ships Deutschland e.V.“, die jetzt, rund ein Jahr später, eine tolle Bilanz vorzuweisen haben: 42 AfrikanerInnen konnten mit dem Geld medizinisch versorgt werden.

Vor allem Kinder mit teilweise schwerwiegenden Erkrankungen oder Behinderungen erhielten dringend nötige Operationen. 17 erhielten Hilfe auf dem Schiff „Afrika Mercy“, 25 wurden in der Klinik von Cotonou (Benin) behandelt, wo sich Prof. Dr. Heinrich Stiegler vom Klinikum Kaufbeuren-Ostallgäu um die kleinen Patienten kümmert (der KREISBOTE berichtete). Teil des Projekts zur WM war, dass jede der teilnehmenden 32 Städte Geld für „ihr“ afrikanisches Kind sammeln sollte. Im Fall von Kaufbeuren war dies das kleine Mädchen Isatuh Konteh, das von Geburt an unter einer sogenannten Lippen-Gaumen-Spalte litt. Da die westafrikanische Kultur derartige körperlichen Deformationen als Resultat eines Fluchs erachtet, verhinderte diese in einem Land wie Deutschland problemlos behebbare Defekt, dass Isathu zur Schule gehen oder Freunde finden konnte. Bewegende Geschichte „Die Lebensgeschichte von Isathu hat uns so bewegt, dass wir uns spontan dafür entschieden haben, dass sie das ‘Kaufbeurer Kind’ ist“, so der Stadtkoordinator des Hilfsprojekts Rudolf Schnippe, der zusammen mit Doris Rypke bei der Mercy Ships Deutschland für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Isathu wurde erfolgreich auf der „Mercy“ operiert. "BigShoe" Als Symbol der gesamten Aktion standen damals die „BigShoes“, überdimensionale Fußballschuhe in den verschie- denen Flaggenfarben der Teilnehmerländer, „Pate“ für die vielen Aktionen und Veranstaltungen. Kaufbeuren hatte sich damals für den „BigShoe“ in den Farben von Slowenien entschieden. Im Vorfeld hatte sich der Schirmherr der Aktion, Oberbürgermeister Stefan Bosse, dafür stark gemacht, dass dieser Schuh nach Kaufbeuren kommt: „Slowenien ist eine kleine Nation und wir sind eine kleine Stadt – dass passt!“ Dieser Schuh trägt prominente Unterschriften, unter anderem von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, FC-Bayerncoach Jupp Heynckes, EU-Kommissar Günter Oettinger, Schirmher des Hilfsprojekt in Baden-Württemberg, und viele mehr. „ Es gibt bereits mehrere Vorschläge, was mit dem Schuh passieren soll“, so Schnippe. „Er könnte für wohltätige Zwecke versteigert oder verkauft werden. Da es ein Bürgerprojekt der Stadt Kaufbeuren war, kann sich unser Schirmherr, OB Bosse, auch vorstellen, dass der ‘BigShoe’ ins Kaufbeurer Museum kommt.“

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