Synchronisation von "Zoomania"

Die mit der größten Klappe

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Kreisboten-Redakteurin Sandy Kolbuch (li.) und Schauspielerin Josefine Preuß hat viel Spaß beim Interview.

Schauspielerin Josefine Preuß ist für ihre abwechslungsreichen Fernseh- und Filmrollen bekannt. Ob als Lena in der ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“, als Tochter des Hauses in der historischen Drama-Serie „Das Adlon“, als „Hebamme“ oder als Zeitreisende Lucy in der Verfilmung der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, überzeugt Josefine Preuß mit schauspielerischem Können. Für den Animationsfilm „Zoomania“ lieh sie der ambitionierten Polizei-Häsin Judy Hoops ihre Stimme.

Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch verriet sie in Berlin, was sie an ihrem Job reizt. 

Was sollen die Zuschauer aus dem Film mitnehmen? 

Preuß: Ich finde generell bei Disney-Filmen die Botschaft immer wichtig. Gerade bei „Zoomania“ ist die Botschaft auf die heutige Zeit gut anwendbar. Wenn man mit einer großen Portion Toleranz durchs Leben gehen kann, können wir alle – egal ob groß, rund oder eckig –zusammen in Frieden leben. Gerade heute sind wir alle mit Vorurteilen und Klischees belastet und geben uns gar keine Mühe, die Menschen dahinter zu sehen. Wir verallgemeinern nur noch, was sehr schade ist. 

Können Sie sich mit Judy ­Hoops identifizieren? 

Preuß: Ich mag ihre Zielstrebigkeit. Wenn ich mir etwas vornehme, dann will ich das auch schaffen. Judy hat einen großen Gerechtigkeitssinn und ist sehr loyal. Sie steht für alle kleinen und toughen Mädels, die sich nicht unterbuttern lassen. 

War es für Sie schwer, sich bei Ihrer Karriere durchzubeißen? 

Preuß: Es war gar nicht so schwer. Ich war immer schon die Kleinste mit der größten Klappe (lacht). Ich habe mir immer Gehör verschafft. Ich war in der Klasse der Pausenclown, weil ich ansonsten nie aufgefallen wäre. Ich versuche aber auch, durch meine Aussagen - die nicht immer nur lustig sein sollen, sondern auch intelligent - zu überzeugen. 

Nach welchen Kriterien wählen Sie ihre Projekte aus? 

Preuß: Als Schauspielerin ist für mich die Bibel immer das Drehbuch. Teilweise braucht es nur einen Satz und ich weiß, wie ich den sprechen muss und schon will ich das Projekt machen. Bei den Sprecherjob frage ich mich, wie ich meine Stimme neu erfinden kann, um etwas zum Leben zu erwecken. Bei Disney braucht man nicht lange zu überlegen. Ich bin mit Disney aufgewachsen und habe den „König der Löwen“ geliebt und wollte immer wie „Arielle“ sein. 

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet? 

Preuß: Mit wochenlangen Polizei- und Schießtraining (lacht). Man geht ins hauseigene Kino und schaut sich den Film im Original an. Dann hangelt man sich mit seinem Dialogtextbuch von Take zu Take durch. Und das schöne ist, dass ich den Film im Vorfeld im Detail sehen darf. 

Wie lange hat die Synchronarbeit gedauert? 

Preuß: Ich hatte eine Woche Zeit, habe aber nicht alle Tage gebraucht. Ich durfte schon meine deutschen Kollegen hören, was mir sehr geholfen hat. 

Was steht demnächst an? 

Preuß: Ich bin gerade froh, etwas Luft zu haben. Vor kurzem wurde die DDR-Verwechslungs-Komödie „Vorwärts immer!“ abgedreht, die im Herbst ausgestrahlt wird. Im Sommer kommt „Smaragdgrün“ in die Kinos. Ab April drehe ich auch wieder, darf aber noch nicht sagen was. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Sandy Kolbuch

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