Fliegerhorst-Kommandeur zum Abzug der Bundeswehr beim Ehemaligentreffen

"Alles nur Spekulation"?

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Information aus erster Hand: Oberstleutnant Dr. Volker Pötzsch bei seinem Vortrag vor ehemaligen Angehörigen des Fliegerhorstes.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Klare Worte zum beschlossenen Abzug der Bundeswehr vom Kaufbeurer Fliegerhorst fand der neue Kommandeur Dr. Volker Pötzsch vor einigen Tagen beim Treffen ehemals Beschäftigter. „Es gibt keine belastbaren Zahlen, alles ist nur Spekulation“, erklärte er.

OB Stefan Bosse hatte unter anderem auf der Bürgerversammlung Hirschzell (wir berichteten) den geplanten Abzugstermin im Jahr 2017 auch offiziell im Frage gestellt. Zum Vergleich mit einem Begräbnis zur Auflösung der früheren TSLw 1 meinte Pötzsch hierzu mit Blick auf den Fliegerhorst: „Ich habe noch nie einen so vitalen Toten gesehen!“ 

Ehemalige Soldaten und Zivilbeschäftigte trafen sich zu der alljährlich stattfindenden Veranstaltung in den Räumen des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe Abteilung Süd (TAZLw Abt Süd). Bereits zum 17. Mal fand das Treffen der ehemals an der Technischen Schule der Luftwaffe 1 (TSLw 1) Beschäftigten auf Initiative von Wilhelm Helmer, Willi Ruckert und Franz Klöbel im Fliegerhorst statt. Auch Oberstleutnant Dr. Volker Pötzsch als neuer Kommandeur der Ausbildungseinrichtung ließ es sich nicht nehmen, die etwa 50 Teilnehmer zu begrüßen. 

Zur weiteren Entwicklung am Fliegerhorst hinsichtlich möglicher Zeitverschiebungen für eine Schließung der Ausbildungseinrichtung fand der Kommandeur klare Worte: „Glauben Sie keine genannte Zahl! Es gibt keine belastbaren Zahlen, alles ist nur Spekulation.“ In Anspielung auf den Vergleich eines Begräbnisses mit der Auflösung der TSLw 1 in der medialen Berichterstattung erklärte er schmunzelnd: „Ich habe noch nie einen so vitalen Toten gesehen!“ Schließlich habe es nur eine Namensänderung gegeben, ansonsten hätten gerade im Hinblick auf die Aufgaben und den Personalstand nur geringfügige Veränderungen stattgefunden. Ein großes Lob spendete der Einheitsführer seinem Personal: „Jeder Einzelne macht hier seine Arbeit mit unglaublicher Freude und Motivation!“ Mit Blick auf das kommende Jahr rechne er mit einer Entscheidung bezüglich der Ausbildung für die militärische Flugsicherung. Er schloss mit dem Wunsch, beim nächsten Treffen Antworten auf die noch offenen Fragen geben zu können. 

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Die ehemaligen Ausbilder an den Luftfahrzeugtypen Starfighter, Phantom und Tornado aus den verschiedensten Ausbildungsbereichen von Technik und Elektronik sowie die Angehörigen der Wartung und Instandsetzung (W u. I) sehen sich aufgrund ihrer entfernt liegenden Wohnorte zum Teil nur bei dieser Veranstaltung. Der Kommandeur informierte über die aktuellen Entwicklungen am Fliegerhorst Kaufbeuren. „Ich finde es klasse, wenn ich in die Runde schaue und so viel Ehemalige sehe“, sagte der Kommandeur, der es auch als Verpflichtung sah, das Treffen zu unterstützen. von Wolfgang Becker

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