Hasenbrücke eingebrochen

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Schwimmen oder Schweben: Die Hasenbrücke zerbrach in der Mitte und stürzte in die Geltnach. Derzeit fehlt der Übergang entlang der Verbindung von Osterried nach Bertoldshofen.

Marktoberdorf – Der Spaziergänger oder Fahrradfahrer, der im Süden Marktoberdorfs entlang der Geltnach unterwegs war, weiß es schon seit einigen Tagen. Die so genannte „Hasenbrücke“, die die Ortsteile Osterried und Bertoldshofen verbindet, ist nicht mehr da, wo sie hingehört, sondern liegt zerstört und in Einzelteilen auf dem angrenzenden Acker.

Schilder und Absperrgitter weisen auf den fehlenden Übergang hin. Über die Geltnach zu kommen, ist ein Ding der Unmöglichkeit und dem Spaziergänger bleibt nur die Umkehr. Was aber tatsächlich passiert ist? Bisher ein Rätsel.

Das klärte nun Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell auf Nachfrage einiger Stadträte im Rahmen der vergangenen Sitzung auf. Ein großes Gespann sei beim Überqueren der Brücke des Abends eingebrochen, die Holzträger hätten nachgegeben, der Anhänger und seine Ladung seien in den Fluss gestürzt. „Gott sei dank ist dem Fahrzeuglenker nichts passiert“, resümierte Hell. Dieser habe dann noch am selben Abend begonnen, Anhänger und Ladung zu bergen und auch die zerborstene Brücke aus dem Flussbett zu heben. Die Polizei sei aber erst am Folgetag verständigt worden, und diese informierte wiederum die Stadtverwaltung.

Eine ungute Angelegenheit, denn die Holzbrücke aus dem Jahr 2006 sei laut der letzten Überprüfung im Jahr 2013 in einem guten Zustand gewesen und immerhin für 16 Tonnen Gewicht zugelassen. Das erklärte Ulrich Hofmair, Leiter des Tiefbauamts der Stadt. „Wie schwer das Gespann wirklich war, das vermutlich Kies geladen hatte, werden wir wohl nie erfahren“, ergänzte Bürgermeister Hell. Ein Sachverständiger soll nun die Schäden begutachten und Angaben zum möglichen Unfallhergang machen. Denn der Verursacher des Brückeneinsturzes hat die Stadt auf Schadensersatz verklagt, die wiederum mit einer Strafanzeige antwortete. Das Verfahren befindet sich derzeit in der Schwebe. A propos Schweben: das erscheint momentan die einzige Möglichkeit, an dieser Stelle über die Geltnach zu gelangen.

von Angelika Hirschberg

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