Ab 24. März im Kino

Kinokritik: "Superman v Batman: Dawn of Justice"

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Stehen nicht auf der selben Seite: Batman v Superman

In regelmäßigen Abständen erleben die toughen Helden aus dem Hause Marvel actionreiche Abenteuer auf der Kinoleinwand. Dass auch die DC Comics über starke Helden verfügen, konnte man immer wieder in Kinofilmen von Batman und Superman sehen. Nun vereint Zack Snyder („Watchmen“) die zwei größten DC Comic-Helden in einem explosiven Abenteuer miteinander.

Inhalt 

Das Aufeinandertreffen von Superman (Henry Cavill) und seinem Kontrahenten General Zod (Michael Shannon), vom fernen Planeten Krypton, hat die Erde fast zerstört. Doch dem Superhelden ist der Sieg gelungen. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat den Kampf der Giganten in der Nachbarstadt Metropolis mit Sorge beobachtet. Gemeinsam mit seinem treuen Butler Alfred (Jeremy Irons), sorgt er für die Sicherheit in Gotham City. Fest entschlossen, Superman in die Schranken zu weisen, stellt er sich ihm entgegen. Es kommt zum Kampf zwischen den Helden. Doch als eine neue Gefahr die Städte bedroht, müssen die Helden eine Allianz zum Schutz der Menschheit bilden. Während sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren, setzt das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) seine ganz eigenen Pläne in die Tat um. 

Rezension 

Regisseur Zack Snyder inszeniert ein flammendes Inferno, in dem sich Batman dem gefeierten Superman in dem Weg stellt. Schon in „The Dark Knight Rises“ und „Man of Steel“ wurden die Effekte gefeiert. Größer, besser und schneller lautete die Devise, die sich nun auch Snyder für „Batman v Superman: ­Dawn of Justice“ zu eigen macht. Die unangefochtenen DC-Helden werden aufeinander losgelassen. Ein Krieg entbrennt, der die Stadt in Schutt und Asche legt und kein Ende zu kennen scheint. 

Da Batman und Superman bereits bekannte Figuren sind, deren Hintergrund in den vorangegangenen Filmen ausgiebig bebildert wurden, spart sich Snyder eine erneute Charakterisierung der Helden. Nur durch Rückblicke und Visionen werden Verweise erbracht, die sich nicht immer einordnen lassen. Was Realität und was pure Traumdeutung ist, bleibt meist fraglich. Der Fokus liegt auf den zweifelsohne gelungenen Effekten, mit denen Gebäudekomplexe vernichtet werden. Auf der Erde und in der Luft treten die Giganten mit rasanten Flugnummern, blitzenden Augen und dem vollen Einsatz ihrer Superkräfte gegeneinander an. Minutenlange Kampfszenen werden geboten, die Actionfans begeistern sollten. 

Doch im Zuge der opulenten Bilder bleibt leider die Geschichte auf der Stelle stehen. Batman und Superman wirken etwas blass und auch der Auftritt von Wonder Woman, gespielt von Gal Gadot („Fast & Furios 6“) erweist sich lediglich als nettes Beiwerk am Rande. Etwas mehr Feinheiten lässt Jesse Eisenberg („The Social Network“) als durchgeknallter Lex Luthor erkennen, der in seinem Labor das Metawesen Doomsday züchtet. 

Die Kurzauftritte von Aquaman (Jason Momoa), Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) dienen lediglich als Verweis für „The Justice League Part One“, mit dem 2017 das DC-Universum weiter ausgebaut werden soll. Wenige starke Momente hat der Film durchaus zu bieten, auch wenn die schmachtende Liebesbekundung von Lois Lane (Amy Adams) und Superman mitten auf dem Schlachtfeld bei Weitem nicht dazu gehört. 

Und so verlässt man das Kino mit dem Wissen, dass es auch größenwahnsinnige Superhelden gibt, die ihre Pläne in die Tat umsetzen wollen. Im Zuge einer globalen Gefahr gelingt es ihnen jedoch, sich zusammenzurotten und für die gleiche Seite zu kämpfen. Wie es im Detail aussehen könnte, wenn sich eine Gruppe von Spitzenschurken gegen die Helden vereint, werden die Kinobesucher in „Suicide Squad“ erfahren, der im August in den deutschen Kinos startet. Für eingefleischte Comicfans führt kein Weg an „Batman v Superman: Dawn of Justice“ vorbei. Wer seine Erwartungen etwas herunterschraubt, wird einen actionreichen Kinobesuch erleben. 

von Sandy Kolbuch


Zum Film:

Originaltitel: Batman V Superman: Dawn of Justice 

Land: USA 2015 

FSK: 12 

Regisseur: Zack Snyder 

Darsteller: Ben Affleck, Henry Cavill, Jesse Eisenberg, Amy Adams, Jeremy Irons, Gal Gadot, Jason Momoa u.a.


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