Absurd herrlicher Animations-Humor mit den beliebten gelben Helferchen

Der Kreisboten-Kinotipp: "Minions"

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Die kleinen gelben Helden sind auf der Suche nach einem „Chef fürs Leben".

Die kleinen gelben Minions waren die heimlichen Helden in den Animationsfilmen „Ich – Einfach unverbesserlich“ Teil 1 und 2. Als kleine Helferlein unterstützten sie den Bösewicht Gru bei seinen kuri- osen Plänen und dem Versuch, die Welt zu erobern. Schnell spielten sie die Hauptfiguren mit ihrem unwiderstehlichen Charme an die Wand und entpuppten sich selbst als Highlight der Filmreihe. In „Minions“ haben die Macher den gelben Wesen die Chance, sich erstmals alleine auf der Kinoleinwand zu präsentieren.

Und ganz nebenbei wird die Frage geklärt, wie die Minions einst ihren Meister Gru fanden, dem sie seither treu ergeben sind. 

Inhalt 

Seit dem Urknall existieren die Minions als kleine gelbe Einzeller, die sich im Laufe der Evolution an den jeweils übelsten Bösewichten der Zeit orientieren und ihnen treu ergeben sind. Vom Tyrannosaurus Rex bis zu Napoleon verehrten die Minions ihren ernannten „Meister“, bis dessen Herrschaft – meist auf tragische Weise – zu Ende ging. Ohne einen Anführer fanden die Minions stets in der Antarktis ihren Platz zum Leben. Doch dem ruhigen Leben überdrüssig, verfielen sie in tiefe Depression. Kevin, eines dieser opferbereiten Wesen, wollte seinesgleichen wieder glücklich sehen. Und so fasst er in den 1960er Jahren den Entschluss, einem neuen Meister zu finden. Gemeinsam mit Stuart und Bob machte er sich auf die Reise in die weite Welt, wo er nach vielen Komplikationen und Verständigungsproblemen schließlich in New York die Bekanntschaft mit Scarlett Overkill macht. Die erste weibliche Superschurkin will die Weltherrschaft an sich reißen und stellt die Minions als Komplizen ein. Doch als in England die Zusammenarbeit zwischen Scarlett und den Minions eskaliert, ist dies erst der Beginn einer wahrlich „fürchterlichen“ Freundschaft. 

Rezension 

Seit den Auftritten der Minions bei „Ich – einfach unverbesserlich“ wurde der erste eigene Kinofilm der kleinen gelben Latzhosenträger sehnlichst erwartet. Im Kinofilm von Pierre Coffin und Kyle Balda, der als Prequel zu „Ich – einfach unverbesserlich“ zu verstehen ist, konzentriert sich alles auf die kleinen Wesen. Deren Meister und Superschurken halten meist nicht das, was sie versprechen. Und so begeben sich die Minions auf eine regelrechte Odyssee quer durch die Raum und Zeit, auf der Suche nach dem einen, wahrhaften Meister. Die erste halbe Stunde des Films erfreut den Minion-Fan mit einem Gag-Feuerwerk der besonderen Art. Durch ihre stets liebenswerte Art und ihr unerschöpflicher Übereifer manövrieren sich die Minions selbst immer wieder in undenkbarste, aber stets amüsante Situationen. Vom unbedarften Umgang mit absonderlichen Waffen bis hin zum unköniglichen Verhalten bei Hofe meistern Kevin, Stuart und Bob dennoch jede Lebenslage. Die unverständliche Sprache der Hauptfiguren amüsiert und passt perfekt, da der Zuschauer diese völlig frei interpretieren kann. Neben der charakteristischen Minion-Sprache zeichnet sich der Film zudem durch einige der größten Musikhits der 1960er Jahre aus. Als Gegenpart der Minions wird die ziemlich überdrehte Superschurkin Scarlett Overkill eingeführt, die die hilfsbereiten Minions für ihre Zwecke zu nutzen weiß. Ebenfalls amüsant, wenn auch etwas böse, fällt die Betrachtung der „Queen“ aus. Doch da niemand dem Augenaufschlag der Minions widerstehen kann, sollte auch dieser Scherz zu verzeihen sein. Am Rande kann die Bankräuber-Familie Nelson einige Gags beisteuern. Die Macher von Illumination Entertainment wollen ihren Erfolg der „Ich – einfach Unverbesserlich“ Blockbuster mit den „Minions“ fortsetzen. Kleine und große Fans der knuffigen Wesen werden mit irren Slapstick-Einlagen und aberwitzigen Situationen unterhalten. Das kurzweilig- unterhaltsame Animationsabenteuer weckt außerdem schon jetzt die Vorfreude auf „Ich – Einfach unverbesserlich 3“, der 2017 in den deutschen Kinos startet. von Sandy Kolbuch

Fakten zum Film

Originaltitel: Minions (3D) 

Land: USA FSK: ab 6 (beantr.) 

Regie: Pierre Coffin 

Mitwirkende: Steve Carell, Sandra Bullock, Chris Renaud, Hiroyuki Sanada, Pierre Coffin u.a

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