Karten für das Konzert sind beim Kreisbote erhältlich

Konzerte für die Sinne

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Klaus Hampl tritt am 12. März um 18 Uhr mit der Camerata Bavarese im Sparkassenforum auf. Reservierungen sind ab sofort beim Kreisboten möglich.

Kaufbeuren – Sein Instrument hat – wie er selbst sagt eine „Seele“ und die Faszination für die Musik allgemein und das Instrument speziell entwickelte sich in frühen Kindertagen: Die Rede ist von dem Kaufbeurer Künstler Klaus Hampl, mit internationalen Ensembles agierender Klarinettist.

Seit längerer Zeit beschreitet der aus dem klassischen Genre kommende Kammermusiker neue Wege. Unter dem Label „Camerata Bavarese” hat er mit Sigi Schwab, Andreas Keller und Tommi Müller im vergangenen Jahr den letzten Schritt in eine gemeinsame künstlerische Zukunft getan. Der Kreisbote sprach mit dem Kulturpreisträger über die Hintergründe. 

Herr Hampl, in Kürze starten Sie zusammen mit Sigi Schwab bei dem Konzert im Kaufbeurer Sparkassenforum in das neue Jahr. Ist das die Fortführung der neuen Ära, die voriges Jahr mit „Camerata Bavarese“ begonnen hat? 

Hampl: Es ist eine musikalische Weiterentwicklung für mich und natürlich auch für das Ensemble, ein „work in progress“. Es ist die pure Lust an der Musik und ihren Ausdrucksmöglichkeiten. 

Sie sind in den vergangenen Jahren bereits mehrmals mit Sigi Schwab und seinem Ensemble aufgetreten. Wie kam es zu diesen gemeinsamen Konzerten? 

Hampl: Der Irseer Künstler Peter Müller hat sich anlässlich einer Preisverleihung an ihn gewünscht, dass wir gemeinsam musizieren. Für Sigi und mich war es wie eine Initialzündung. 

Was fasziniert Sie als aus der Klassik kommender Musiker an dieser Zusammenarbeit?

Hampl: Faszinierend sind die vier unterschiedlichen Charaktere. Alle vier sind Meister ihrer Instrumente. Ich bringe meine klangliche Vielfalt ein und bekomme im Gegenzug die rhythmische Lebendigkeit des Ensembles in Form einer exzellenten Besetzung an Bass, Gitarre und Schlagzeug. Hinzu kommt die Freiheit, selbst gestalterisch tätig zu werden. Auch während des Konzertes verändern sich durch Improvisation Elemente der Musik und alles wird lebendiger. 

Die Gründung der „Camerata Bavarese“ ist ein Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Was ist das Ziel? 

Hampl: Das Ziel ist die musikalische Weiterentwicklung und miteinander neue Wege zu finden. Im Vordergrund steht dabei der Spaß am Spiel, den wir an das Publikum weitergeben und mit hochkarätiger Musik Lust spenden wollen. 

Was macht diese Musik für die Zuhörer so einzigartig? 

Hampl: Das Repertoire von Blues bis Bach und von Händel bis Funk. Es ist die Farbigkeit der Klänge und deren eigener Lebensrhythmus, der durch Improvisation und verschiedene Soli eines jeden Einzelnen entsteht. 

Welche Bedeutung hatte das Konzert vergangenes Jahr in Irsee für Sie?

Hampl: Es ist ein Genuss, zuhause zu spielen und vor vertrautem Publikum zu vergessen, wie viel Arbeit dahintersteckt. 

Haben Sie sich in Ihrem persönlichen Stil durch die neue Zusammenarbeit verändert? 

Hampl: Absolut! Es ist vergleichbar mit einem Tal, welches man bisher nur von einer Seite begangen hatte. Beim Begehen von der anderen Seite hat man plötzlich völlig andere Blickwinkel und Perspektiven. 

Sie haben viele Ehrungen erhalten und sind ein gern gesehener Gast in den Medien. Erst kürzlich waren sie beim Bayerischen Rundfunk in der Sendung „Eins zu Eins.Der Talk.“ eingeladen. 

Hampl: Es gehört dazu. Durch die Einspielung der neuen CD mit Werken von Paul Ben-Haim und Samuel Coleridge-Taylor ist das mediale Interesse gestiegen. Und auch die Kooperation mit dem DeutschlandRadio und die Schirmherrschaft des israelischen Botschafters haben ihren Anteil dazu beigetragen. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Wolfgang Becker

Über den Musiker:

Klaus Hampl wurde 1964 in Kaufbeuren geboren. Auf dem Musikinstrument seines Großvaters begann er als Kind zu spielen und eine intensive Begeisterung für das Klarinettenspiel zu entwickeln, die ihn bis heute prägt. Intensität und Leidenschaft – Eigenschaften, mit denen Klaus Hampl nicht nur Zuhörer und Gesprächspartner gefangen nimmt. 

Auch der israelische Komponist Abel Ehrlich war von der Ausdrucksstärke des Künstlers so angetan, dass er in regelmäßigen Briefkontakt mit ihm trat und für ihn ganz persönlich Werke schrieb. Mit der Uraufführung des ersten Ehrlich-Werkes für Streichquartett und Soloklarinette in der Markt­oberdorfer Schlosskirche wurde die deutsch-israelische Freundschaft endgültig besiegelt. 

Den international renommierten Komponisten und israelischen Staatspreisträger Ehrlich und den ein gutes halbes Jahrhundert jüngeren Klarinettisten verband etwas Besonderes: „Es gibt Menschen, die triffst Du einmal und hast das Gefühl, Du kennst sie schon ewig. Auch vom musikalischen Verständnis her“, so Hampl im Gespräch mit dem Kreisboten.

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