Klinik bekommt Kinderkrippe

Auf dem Gelände des Klinikums Ostallgäu-Kaufbeuren soll ein Kindergarten entstehen.

Mit zwei bedeutenden Entscheidungen stand das Klinikum jüngst auf der Themenliste des Stadtrates. Einerseits mussten die kürzlich gefallenen Entscheidungen des Verwaltungsrates des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (KU) zur Zukunft des gemeinsamen Betriebs abgesegnet werden, zum anderen steht die Errichtung einer Kindertagesstätte am Klinikum an. Das Gremium folgte hier einstimmig der Beschlussvorlage für den Bau einer Kindertagesstätte und für die Restrukturierung des KU.

Einhellig begrüßt wurde von den Fraktionen die Einrichtung einer Kindertagesstätte durch einen Neubau auf dem Klinikgelände durch die Stadt mit zwei Kinderkrippengruppen von null bis drei Jahren (24 Plätze) und zwei Kindergartengruppen (30 bis 50 Plätze), deren Betrieb die Arbeiterwohlfahrt (AWO) übernehmen soll. Bedienstete des Klinikums sollen ein vorrangiges Belegungsrecht bekommen. Weiterhin soll den künftigen Bewohnern des geplanten Baugebiets rund um den jetzigen Gutshof in der Nähe des Klinikums die Kindertagesstätte zur Verfügung stehen. Das Besondere der Einrichtung liegt in den Öffnungszeiten, die besonders für das im Schichtdienst arbeitende Personal des Krankenhauses von Bedeutung sind: von 5.30 Uhr bis 21 Uhr soll eine Betreuung der Kinder möglich sein. Voraussetzung für die Gewährung der über 50 Prozent der Gesamtkosten betragende Förderung vom Freistaat ist allerdings die Inbetriebnahme der Kinderkrippe bis zum 31. Dezember 2013. Daher rührt die Eilbedürftigkeit des Beschlusses. Mit der Maßnahme erhöht die Stadt ihre Abdeckung an Kinderkrippenplätzen auf 35 Prozent und an Kindergarten- plätzen auf 91 Prozent. Der Posten im Haushalt der Stadt für 2013 beträgt zunächst zwei Millionen Euro, von denen dann rund eine Million Euro Förderung vom Freistaat zurückfließen. Für den laufenden Betrieb durch die AWO bekommt die Stadt ebenfalls Zuschüsse, die bei einem von Karl-Georg Bauernfeind vorgeschlagenen „Betriebskindergarten“ mit Beteiligung des Landkreises nicht fließen würden. Weder zur Defizitdeckelung noch zu den geplanten Neuregelungen im Verwaltungsrat noch zum zukünftigen Management des KU (wir berichteten) gab es weitere Informationen. Einmütig stimmte der Rat, wie zuvor auch der Kreistag, dem Beschluss zu.

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