Kontakt zur Basis halten

„Der Bayerische Landtag ist mit Bernhard Pohl intelligenter geworden“, ist sich Landrat Johann Fleschhut bei der Eröffnung Pohls Abgeordnetenbüros am vergangenen Freitag in Kaufbeuren sicher. Seit zirka einem halben Jahr sitzt der 44-jährige und in Kaufbeuren lebende Bernhard Pohl für die Freien Wähler (FW) im Maximilianeum in München.

Tief beeindruckt zeigt sich Pohl noch nach einem halben Jahr von dem „Raumschiff Landtag“, in das er regelmäßig montags einsteigen würde und immer wieder feststellt: „Es ist eine andere Welt und es sind andere Sichtweisen“, die im Bayerischen Landtag herrschen. Gerade deshalb halte er es für wichtig, „den Kontakt zum realen Leben“ zu halten. Die Sprecherin der FW im Maximilianeum und Schlagersängerin Claudia Jung, die zur Eröffnung extra aus ihrem Stimmkreis Pfaffen- hofen-Schrobenhausen angereist war, wünschte deshalb ihrem Kollegen, dass er „den Faden an die Basis nicht verlieren“ solle. Genau könne er sich, wie Pohl berichtete, noch daran erinnern, wie er die sieben Stufen zum Rednerpult im Plenarsaal empor gestiegen sei, um seine erste Rede zu halten. Eine neue Situation sei es für ihn gewesen, dass „nach jedem Halbsatz jemand dazwischen redet“. Der erste Zwischenruf zu seiner Ansprache sei damals von niemand anderem als vom damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein gekommen. Dieser rief: „Schlecht vorbereitet, Herr Kollege!“ Im Landtag „darf man nicht zimperlich sein“, ist sich Pohl aus eigener Erfahrung deshalb sicher. Ein besonderes Ereignis sei auch der Händedruck zum Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten Horst Seehofer gewesen, denn dieser hat „einen gewaltigen Händedruck“, berichtet Pohl, der als Beweis das Foto von ihm und Seehofer beim Empfang in seinem neuen Büro hängen hat. Dass Bernhard Pohl „ein unheimliches Durchhaltevermögen“ besitze, weiß Landrat Fleschhut schon seit 1998. In dieser Zeit waren die beiden „zusammen auf Achse“ in Sachen Freie Wähler, bevor sich Fleschhut seiner Landratskarriere widmete. Dieses Durchhaltevermögen käme Pohl nun auch im Landtag zu Gute, wo der 44-Jährige unter anderem in dem Ausschuss „Justiz und Verbraucherschutz“ sowie im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sitzt. Obwohl die Arbeit im Landtag den Landtagsabgeordneten fest im Griff hat, sollen durch das neue Büro, Am Bleichanger 44, in Kaufbeuren BürgerInnen die Möglichkeit haben „zukünftig ihre Freude, Wünsche und Anregungen vor zu tragen“, wünscht sich Pohl und führt aus: „Ich möchte schauen, dass ich auch regelmäßig Bürgersprechstunden anbieten kann.“ Bei der Büroarbeit wird Pohl von Ilona Keller und Daniela Löcherer unterstützt. Besetzt ist das Büro vormittags von 9 bis 12.30 Uhr und montags und freitags von 9 bis 17 Uhr. Fragen werden auch unter Tel. 08341/9964544 beantwortet.

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