Die Kräfte bündeln

Gehört natürlich mit zur Marke Allgäu: Hier der Blick vom Tegelberg auf Neusschwanstein und Alpsee. Foto: Bauer

Die CSU Kreistagsfraktion begrüßte den Zusammenschluss der Allgäu Marketing GmbH mit Allgäu Initiative GbR sowie der Allgäuer Regional und Investitionsgesellschaft zur Allgäu GmbH, denn diese erhöhe die Schlagkraft, aber es gelte auch, die Unternehmen von der Sinnhaftigkeit der Marke Allgäu zu überzeugen. Wie Dr. Alois Kling (CSU), so sahen wohl die meisten Kreisräte in der jüngsten Sitzung sehr viel Positives in der Bündelung der Kräfte im gesamten Allgäu, um Tourismus- und Standortentwicklung unter einem gemeinsamen Dach zusammen zu fassen.

Einen Sachstandsüberblick zur Gründung der Allgäu GmbH gab Landrat Johann Fleschhut (FW). Es räumte ein, dass es bei der Regionalproduktvermarktung noch Probleme gebe, aber man sei auf einem guten Weg und habe Einigkeit im Hinblick auf die gemeinsamen touristischen Geschäftsfelder der Allgäu GmbH erzielt. Hier konzentriere man sich auf die Produktlinien Wandern, Rad, Wellness, Kultur, Golf und Winter. Bei aller Gemeinsamkeit dürfe man jedoch auch ein gewisses Maß an Dezentralität und Subsidiarität nicht aus den Augen verlieren. Die Allgäumetropole Kempten sei zwar eine schöne Stadt, aber es müsse deshalb nicht alles dorthin gehen, argumentierte Fleschhut. Rudolf Leinweber (FDP) beklagte die verwirrende Vielfalt von Zuständigkeiten und Ansprechpartnern und regte die Herausgabe eines Info-Blattes mit Organigramm an. Man sei dabei, aber es solle noch weitere Aktivitäten geben. Bis auf weiters könnten deshalb Fragen telefonisch mit den Geschäftsführern Bernhard Joachim (bisher Geschäftsführer der Allgäu Marketing GmbH) oder Klaus Fischer (Regionalgeschäftsführer Allgäu der IHK Schwaben) geklärt werden, erwiderte Fleschhut. Mit einem Stammkapital von 202000 Euro ist die Allgäu GmbH das Dach unter dem die Aufgaben Tourismusmanagement, Markenmanagement und Standortmanagement zusammengeführt werden. Eine wesentliche Aufgabe wird es sein, die Marke Allgäu inhaltlich zu einem über die regionale Bedeutung weit hinausgehenden Kennzeichen zu machen. Diese Zielrichtung aufgreifend erklärte Paul Iakob (SPD), dass hier etwas erreicht worden sei, das auch Tirol oder Südtirol erreicht hätten, nämlich die Kennzeichnung von Produkten mit dem gleichen Logo. Dr. Anni Derday (FW) freute sich besonders über die nahezu 50 prozentige Beteiligung der Wirtschaft. Auf die in der Vergangenheit bestehenden Schlagbäume bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Regionen hinweisend, brachte Hubert Endhardt (Grüne) es auf den Punkt: „Die unterschiedlichen Dialekte haben zu einer gemeinsamen Sprache gefunden“.

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