Nachgehakt

Was passiert mit den Geldern aus dem Waldfest?

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Die Weiß-Brüder lösen ihren Verein "Mein Aktives Kaufbeuren" auf. Doch nicht alle Fragen sind nach der Meinung von Günther Seydel (KI) geklärt.

Kaufbeuren – Ganz so „heimlich, still und leise“ sollen die Brüder Alexander und Andreas Weiß nach der Auflösung ihres Vereins „Mein Aktives Kaufbeuren“ (MAK) offenbar doch nicht von der Kaufbeurer Bühne verschwinden. Zumindest wenn es nach dem Willen des Vorstandes und Schatzmeister der Kaufbeurer Initiative Günther Seydel geht.

Mit Blick auf das vom Kreisbote veröffentlichte Interview mit dem Weiß-Brüdern stellt Seydel die Frage, was aus dem besagten Waldfest tatsächlich geworden sei – insbesondere aus den Einnahmen aus dem Ballonaufstieg. Hierfür und die damit verbundene Teilnahme an einem Gewinnspiel hatte MAK damals pro Ballon zwei Euro verlangt. Das Geld sollte dann zu 100 Prozent für ein Familienprojekt des Vereins beziehungsweise für ein kindgerechtes Spielgerät in der Kaufbeurer Altstadt Verwendung finden. „Statt sich heimlich, still und leise aus der Verantwortung zu stehlen, müssen solche Gelder entsprechend fließen und die Versprechen eingelöst werden“, forderte jetzt Seydel in einem Schreiben an unsere Redaktion. Der Kreisbote hat bei den ehemaligen Vorständen des MAK nachgehakt.

Wie hoch waren die Einnahmen aus dem Ballonverkauf auf dem Waldfest?

Andreas Weiß: Insgesamt sind rund 200 Euro zusammengekommen. Zwar haben wir keine 100 Ballonkarten verkauft, aber wir hatten einen witzigen Spendenkreisel vor Ort, der gut genutzt wurde.

Was passierte mit dem Geld?

Andreas Weiß: Das Geld liegt hoffentlich gut behütet in einer Kaufbeurer Bankfiliale. Zumindest ist es auf dem Kontoauszug zu sehen.

Werden Sie Ihr Versprechen trotz Auflösung des Vereins noch einhalten? Welche Pläne verfolgen Sie?

Andreas Weiß: Wir haben mit OB Stefan Bosse unser Ziel besprochen, dass wir zur Sanierung der Fußgängerzone ein Spielgerät finanzieren wollen. Da dieses Spielgerät für den öffentlichen Raum aber deutlich teurer ist, als für private Zwecke, haben wir das Geld geparkt. Zudem haben wir aus unseren Einnahmen vom Candle-Light-Shopping 2015 nochmal 200 Euro draufgelegt. Aber wir bräuchten noch mehr Geld.

Verfügt der Verein noch über andere zweckgebundene Finanzmittel? Wenn ja, was passiert nach der Auflösung des Vereins damit?

Andreas Weiß: Wir haben noch keinen finalen Kassensturz gemacht. Da wir auch keine Mitgliederbeiträge eingezogen haben, ist das Plus aktuell überschaubar. Unserer Satzung kann man aber entnehmen, dass bei Auflösung der Überschuss an den Stadtjugendring geht.

von Kai Lorenz

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