"Ooops! Die Arche ist weg"

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Christian Ulmen bei der Premiere "Ooops... Die Arche ist weg!" am 28. Juni in Hamburg

Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch traf das Allroundtalent Christian Ulmen am Tag der Premiere am 28. Juni in Hamburg. Für den fröhlich-bunten Animationsfilm „Ooops! Die Arche ist weg...“ lieh der Schauspieler dem Nestrier Dave seine Stimme.

Sie haben bereits in „Das Grüffelo“ und „Das Grüffelokind“ eine Maus gesprochen und der Titelfigur in „Ralph reicht’s“ ihre Stimme geliehen. Was hat Sie daran gereizt, nun einen Nestrier zu sprechen? 

Ulmen: Ich wollte schon immer ein kleines lila Monster mit einem eigenwilligen Rüssel und Stinkdrüsen sein. Ich mochte die Idee und merkte schnell, dass Dave die typischen Vaterängste hat, die auch mir nicht fremd sind. Ich finde Dave sehr sympathisch, weil er immer alles richtig machen will und dafür den perfekten Plan hat. Letztendlich macht er aber immer alles falsch, weil er einfach ein Trottel ist. 

Im Presseheft steht, dass Sie Ihrer eigenen Meinung nach erstaunlich viele Ähnlichkeiten mit Dave haben... 

Ulmen: Wirklich, das habe ich gesagt?! (lacht) Es ist eigentlich egal, ob man Ähnlichkeiten mit der Figur hat oder nicht. Aber ich kenne tatsächlich Daves Angst und auch bei mir gelingen handwerkliche Dinge nicht immer. 

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Projekte aus? 

Ulmen: Ich habe keine festen Kriterien. Bei mir ist das so, wie in einem Buchladen. Wenn man sich für die Reise ein Buch aussuchen möchte, stöbert man zunächst herum und entscheidet sich, nachdem man einige Buchdeckel gelesen hat. So ähnlich ist es mit Drehbüchern. Man liest sie und entweder gefallen sie einem oder nicht. 

Reizt es Sie als Schauspieler in verschiedene Rollen zu schlüpfen? 

Ulmen: Nein, eigentlich nicht, auch wenn es interessant ist. Bisher bin ich nur einmal richtig in einer Rolle versunken, als ich für die Reality-Serie „Mein neuer Freund“ im Kostüm für eine Woche bei fremden Menschen lebte. Da habe ich die Rolle drei Tage am Stück gelebt. Normalerweise dreht man ja immer nur stückweise und stellt eine Figur dar, anstatt sie wirklich zu leben. Ich habe auch nicht den Anspruch, ganz viele verschiedene Rollen zu spielen. Ich möchte jeweils die Rolle spielen, die gerade für die Handlung wichtig ist. 

Gibt es eine Traumrolle? 

Ulmen: Ich möchte gerne einmal Benjamin von Stuckrad-Barre in der Verfilmung seines Lebens spielen. Das wäre eine große Herausforderung, weil er eine packende Persönlichkeit ist. 

Gibt es einen bestimmten Regisseur, mit dem Sie gerne einmal arbeiten würden? 

Ulmen: Ich fände es spannend, einmal mit mir selbst zu drehen.... der Film wäre sehr schnell abgedreht (lacht). Ich würde gerne einmal probieren, wie es ist, sich selbst Anweisungen zu geben, um zu gucken, was passieren würde. Vielleicht wäre es eine absolute Katastrophe, vielleicht aber auch nicht. 

Wie bereitet man sich auf die Arbeit im Synchronstudio vor? 

Ulmen: Man liest das Drehbuch und stellt sich das Ganze einmal vor. Und dann schaut man sich den Film im Original an und geht ins Studio. Richtig vorbereiten kann man nichts. 

Was reizt Sie im Allgemeinen am Synchronsprechen? 

Ulmen: Es wird einem sehr viel Arbeit abgenommen. Man sitzt auf einem Hocker und braucht sich vorab nicht schminken lassen. Man kann sogar mit fettigen Haaren, zerzausten Klamotten und stinkend wie ein Nestrier erscheinen. Es stört niemanden. Man muss einfach nur sprechen, was sehr entspannend ist. 

Demnächst kann man Sie im Kino in dem Film „Becks letzter Sommer“ sehen und 2016 schlüpfen Sie wieder in die Rolle des „Tatort“-Kommissars. Worauf darf man sich noch freuen? 

Ulmen: „Antonio im Wunderland“ und die Fortsetzung von „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ ist gerade abgedreht. 

Vielen Dank!

Das Interview führte Sandy Kolbuch

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