"Krise hat uns kaum getroffen"

Zum mittlerweile siebten Mal trafen sich vergangenen Sonntag die wichtigsten Arbeitgeber unserer Region zum Neujahrsempfang des „Informationskreises der Wirtschaft” im Fendt-Forum. Anwesend waren die Führungsriege des Fendt-Konzerns, der Aufsichtsratsvorsitzende von AGCO-Fendt Martin Richenhagen sowie auch Ex-Finanz- minister Theo Waigel. Durch das Programm führte Peter-Josef Paffen (u. a. Sprecher der Geschäftsleitung).

Der Abend wurde stimmungsvoll mit dem Vortrag eines Blechbläserensembles begonnen, das unter anderem ein für Fendt eigens komponiertes Stück vortrug. Die spitzbü- bische Bemerkung des Ensembleleiters am Schluss des kleinen Konzertes, der „schöne Teil des Abends” sei „nun vorbei”, sollte sich aber zum Glück nicht bewahrheiten. Paffen stellte in seiner anschließenden Rede dar, das Jahr 2009 mit der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise sei zwar teilweise „verrückt” und schwierig gewesen, er sehe jedoch hauptsächlich die Lehren, die man aus dieser Entwicklung ziehen könne und sprach von „nie dagewesenen Risiken, aber auch Chancen”. Die zweite Rede hielt Angelika Schorer, Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin des Ostallgäus. Sie betonte vor allem die Bedeutung von Werten, wie Verantwortung und Verlässlichkeit. Die Kurzarbeit bei Fendt (wir berichteten) bewertete sie, trotz Verständnis für kritische Stimmen, positiv und übergab das Wort an Martin Richenhagen, der eigens aus den USA angereist war. Sein detaillierter und sehr informativer Projektorvortrag über Strukturen und Ziele des AGCO-Agrarkonzerns, zu dem eben auch Fendt gehört, dominierte den Abend. Er erfreute die übrigen Gäste mit der Mitteilung, die Krise habe dem Konzern vergleichsweise wenig anhaben können. Und es gab noch mehr positives zu vermelden: der Umsatz des AGCO-Agrarkonzerns habe sich seit seinem letzten Besuch bei Fendt vor fünf Jahren verdoppelt, der Gewinn sei in die Höhe geschossen. Eine zweistellige Wachstumsrate, verbesserte Profitabilität und neue Projekte, z.B. in China, versprächen eine rosige Zukunft. Zwar habe es beispielsweise in Brasilien auch Arbeitsplatzabbau gegeben, der Standort Marktoberdorf sei aber von solchen Schwankungen nicht betroffen. Auch sie „Fendt” wie „Valtra” oder „Massey Ferguson” eine der Vorzeigemarken des Unternehmens und soll in Zukunft als „First-Mover” massiv an Neuentwicklungen im Agrarmaschinenbereich beteiligt werden. Zwar gebe es natürlich eine Verlagerung von Produk- tionsstätten ins Ausland, daraus solle aber kein Nachteil für das Allgäuer Fendt-Werk entstehen. Marktoberdorf sei „einer der bedeutendsten Standorte” des Konzerns. Man wolle die eingefahrenen Gewinne weiter in- vestieren und nicht, wie Richenhagen augenzwinkernd erklärte, in Manager-Boni stecken: er selbst habe im letzten Abschlussjahr keinen erhalten. Damit übergab er das Wort wieder an Paffen, der nach einem Kompliment an die allgäuer Mitarbeiter und ihre, so wörtlich, „knallharte Arbeit” mit den Worten schloss: „AGCO war das beste, das Fendt passieren konnte. “

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