Krise der Milchwirtschaft

Der Bezirksverband Schwaben von Bündnis 90/Die Grünen hatte zu einem Fachgespräch vergangene Woche über das Thema: Die Krise der Milchwirtschaft und ihre Auswirkung auf die Region Schwaben, ins Stadthotel Buchloe eingeladen. Der Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart hatte dazu eigens Hans Peter Uhlemayr, stellvertretender Kreissprecher Oberallgäu des Bundesverbandes der DeutBuchloe – Der Bezirksverband Schwaben von Bündnis 90/Die Grünen hatte zu einem Fachgespräch vergangene Woche über das Thema: Die Krise der Milchwirtschaft und ihre Auswirkung auf die Region Schwaben, ins Stadthotel Buchloe eingeladen. Der Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart hatte dazu eigens Hans Peter Uhlemayr, stellvertretender Kreissprecher Oberallgäu des Bundesverbandes der Deutschen Milchviehhalter e.V. (BDM), als Referenten mitgebracht.

Die Moderation hatte Landtagsabgeordnete Christine Kamm, Augsburg, übernommen, als Sprecher des Bezirksverbandes Bündnis 90/Die Grünen Schwaben, fun- gierte Tobia Specht, Bundestagskandidat im Wahlkreis Ostallgäu. Nach einer kurzen Einleitung, in der Kamm von teils mehrstündigen Debatten über das Thema „Milch" im Landtag berichtete, setzte Hans Peter Uhlemayr zu einem eineinhalbstündigen Referat über die Sorgen und Nöte der Milcherzeuger, aber auch deren Forderungen aus der Sicht des BDM, an. Seine Überschrift lautete: EU-Milchpolitik in der Sackgasse - was tun? Der BDM sei „eine gewisse Konkurrenz zum Bauernverband" gestand Uhlemayr, von dem 30000 Mitglieder - alles aktive Milchviehhalter -, davon allein 17000 in Bayern, repräsentiert werden. Die per „Powerpoint" aufgeführten Tatsachen können hier nur teilweise und stichpunktartig wiedergegeben werden, obwohl die höchst interessanten Ausführungen mit persönlichen Erfahrungswerten des Milchbauern Uhlemayr „gewürzt" waren. Die politischen Vorgaben werden überwiegend von der EU geregelt. Der Milchmarkt ist außer Kontrolle geraten, die Preise sind abgestürzt. Der Milchabsatz ist weltweit rückläufig beziehungsweise stagniert. Der Bio-Milchpreis wird von der Talfahrt mitgerissen. Um überhaupt kostendeckend wirtschaften zu können, ist ein fester Preis von 40 Cent pro Liter unumgänglich für den Erzeuger. Die Prognosen der EU-Kommission über die Milchmengen haben sich als falsch erwiesen. Fatal ist, dass zwei Prozent Quotenerhöhung beschlossen wurde, künftige weitere Quotenerhöhungen (5 mal 1 Prozent plus 1,3 Fett) sind ebenfalls bereits beschlossen. Milch, die frei ist, wird von Molkerei zu Molkerei „geschoben". In diesem durchaus verständlichen Tenor ging es auch weiter: Neue staatliche Förderungen führen nur zu Überproduktion! Und wie sieht die Reaktion der EU aus? Sie „antwortet" mit Reaktivierung überholt geglaubter Mittel, wie Intervention oder Exporterstattungen. Wie lautet das Fazit: Die Kommission muss bereits in der Anfangsphase das Scheitern der Liberalisierung eingestehen. Eine „Kehrtwende" in der Milchpolitik ist unabdingbar. Eine Richtschnur für einen „kostendeckenden Preis" wären: 43 Cent plus X. Welche Forderung wird erhoben? Die Quote ist um 5 Prozent zu reduzieren. Erlassen eines Gesetzes zur Umsetzung einer erzeugerfinanzierten Umlage! Und dann die (noch) „sanfte" Drohung: „Ein Nichtstun der Politk werden die Milchviehhalter sicher nicht tatenlos hinnehmen.“ Denn: Wenn die Preise so bleiben, werden bis zum Herbst etwa 20000 Milchviehberiebe „aussteigen", oder sind schlicht und einfach „kaputt"! plaBuchloe – Der Bezirksverband Schwaben von Bündnis 90/Die Grünen hatte zu einem Fachgespräch vergangene Woche über das Thema: Die Krise der Milchwirtschaft und ihre Auswirkung auf die Region Schwaben, ins Stadthotel Buchloe eingeladen. Der Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart hatte dazu eigens Hans Peter Uhlemayr, stellvertretender Kreissprecher Oberallgäu des Bundesverbandes der Deutschen Milchviehhalter e.V. (BDM), als Referenten mitgebracht. Die Moderation hatte Landtagsabgeordnete Christine Kamm, Augsburg, übernommen, als Sprecher des Bezirksverbandes Bündnis 90/Die Grünen Schwaben, fun- gierte Tobia Specht, Bundestagskandidat im Wahlkreis Ostallgäu. Nach einer kurzen Einleitung, in der Kamm von teils mehrstündigen Debatten über das Thema „Milch" im Landtag berichtete, setzte Hans Peter Uhlemayr zu einem eineinhalbstündigen Referat über die Sorgen und Nöte der Milcherzeuger, aber auch deren Forderungen aus der Sicht des BDM, an. Seine Überschrift lautete: EU-Milchpolitik in der Sackgasse - was tun? Der BDM sei „eine gewisse Konkurrenz zum Bauernverband" gestand Uhlemayr, von dem 30000 Mitglieder - alles aktive Milchviehhalter -, davon allein 17000 in Bayern, repräsentiert werden. Die per „Powerpoint" aufgeführten Tatsachen können hier nur teilweise und stichpunktartig wiedergegeben werden, obwohl die höchst interessanten Ausführungen mit persönlichen Erfahrungswerten des Milchbauern Uhlemayr „gewürzt" waren. Die politischen Vorgaben werden überwiegend von der EU geregelt. Der Milchmarkt ist außer Kontrolle geraten, die Preise sind abgestürzt. Der Milchabsatz ist weltweit rückläufig beziehungsweise stagniert. Der Bio-Milchpreis wird von der Talfahrt mitgerissen. Um überhaupt kostendeckend wirtschaften zu können, ist ein fester Preis von 40 Cent pro Liter unumgänglich für den Erzeuger. Die Prognosen der EU-Kommission über die Milchmengen haben sich als falsch erwiesen. Fatal ist, dass zwei Prozent Quotenerhöhung beschlossen wurde, künftige weitere Quotenerhöhungen (5 mal 1 Prozent plus 1,3 Fett) sind ebenfalls bereits beschlossen. Milch, die frei ist, wird von Molkerei zu Molkerei „geschoben". In diesem durchaus verständlichen Tenor ging es auch weiter: Neue staatliche Förderungen führen nur zu Überproduktion! Und wie sieht die Reaktion der EU aus? Sie „antwortet" mit Reaktivierung überholt geglaubter Mittel, wie Intervention oder Exporterstattungen. Wie lautet das Fazit: Die Kommission muss bereits in der Anfangsphase das Scheitern der Liberalisierung eingestehen. Eine „Kehrtwende" in der Milchpolitik ist unabdingbar. Eine Richtschnur für einen „kostendeckenden Preis" wären: 43 Cent plus X. Welche Forderung wird erhoben? Die Quote ist um 5 Prozent zu reduzieren. Erlassen eines Gesetzes zur Umsetzung einer erzeugerfinanzierten Umlage! Und dann die (noch) „sanfte" Drohung: „Ein Nichtstun der Politk werden die Milchviehhalter sicher nicht tatenlos hinnehmen.“ Denn: Wenn die Preise so bleiben, werden bis zum Herbst etwa 20000 Milchviehberiebe „aussteigen", oder sind schlicht und einfach „kaputt"! plaschen Milchviehhalter e.V. (BDM), als Referenten mitgebracht. Die Moderation hatte Landtagsabgeordnete Christine Kamm, Augsburg, übernommen, als Sprecher des Bezirksverbandes Bündnis 90/Die Grünen Schwaben, fun- gierte Tobia Specht, Bundestagskandidat im Wahlkreis Ostallgäu. Nach einer kurzen Einleitung, in der Kamm von teils mehrstündigen Debatten über das Thema „Milch" im Landtag berichtete, setzte Hans Peter Uhlemayr zu einem eineinhalbstündigen Referat über die Sorgen und Nöte der Milcherzeuger, aber auch deren Forderungen aus der Sicht des BDM, an. Seine Überschrift lautete: EU-Milchpolitik in der Sackgasse - was tun? Der BDM sei „eine gewisse Konkurrenz zum Bauernverband" gestand Uhlemayr, von dem 30000 Mitglieder - alles aktive Milchviehhalter -, davon allein 17000 in Bayern, repräsentiert werden. Die per „Powerpoint" aufgeführten Tatsachen können hier nur teilweise und stichpunktartig wiedergegeben werden, obwohl die höchst interessanten Ausführungen mit persönlichen Erfahrungswerten des Milchbauern Uhlemayr „gewürzt" waren. Die politischen Vorgaben werden überwiegend von der EU geregelt. Der Milchmarkt ist außer Kontrolle geraten, die Preise sind abgestürzt. Der Milchabsatz ist weltweit rückläufig beziehungsweise stagniert. Der Bio-Milchpreis wird von der Talfahrt mitgerissen. Um überhaupt kostendeckend wirtschaften zu können, ist ein fester Preis von 40 Cent pro Liter unumgänglich für den Erzeuger. Die Prognosen der EU-Kommission über die Milchmengen haben sich als falsch erwiesen. Fatal ist, dass zwei Prozent Quotenerhöhung beschlossen wurde, künftige weitere Quotenerhöhungen (5 mal 1 Prozent plus 1,3 Fett) sind ebenfalls bereits beschlossen. Milch, die frei ist, wird von Molkerei zu Molkerei „geschoben". In diesem durchaus verständlichen Tenor ging es auch weiter: Neue staatliche Förderungen führen nur zu Überproduktion! Und wie sieht die Reaktion der EU aus? Sie „antwortet" mit Reaktivierung überholt geglaubter Mittel, wie Intervention oder Exporterstattungen. Wie lautet das Fazit: Die Kommission muss bereits in der Anfangsphase das Scheitern der Liberalisierung eingestehen. Eine „Kehrtwende" in der Milchpolitik ist unabdingbar. Eine Richtschnur für einen „kostendeckenden Preis" wären: 43 Cent plus X. Welche Forderung wird erhoben? Die Quote ist um 5 Prozent zu reduzieren. Erlassen eines Gesetzes zur Umsetzung einer erzeugerfinanzierten Umlage! Und dann die (noch) „sanfte" Drohung: „Ein Nichtstun der Politk werden die Milchviehhalter sicher nicht tatenlos hinnehmen.“ Denn: Wenn die Preise so bleiben, werden bis zum Herbst etwa 20000 Milchviehberiebe „aussteigen", oder sind schlicht und einfach „kaputt"!

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