Buchloes Stadtrat diskutiert Neubauvorhaben in Lindenberg

Verkehrsführung kritisiert

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Wenig Gegenliebe bei den Anwohnern findet derzeit ein Neubauvorhaben, das in der Allgäuer Straße in Lindenberg. Buchloes Stadtrat informierte sich vor Ort. Paulina Hesse-Hoffmann (3.v.r.) informierte über die Sorgen der Anwohner wegen der Anbindung des Neubaugebietes über die schmale Stichstraße. Rechts Stadtbaumeister Herbert Wagner und Bürgermeister Josef Schweinberger.

Lindenberg/Buchloe – Die Pläne eines Investors, zwei Doppelhäuser und drei Einfamilienhäuser samt Garagen auf einem Grundstück in Lindenberg im Dreieck Allgäuer Straße/Kemptener Straße zu errichten, stoßen auf wenig Gegenliebe bei den Anwohnern.

So begab sich der gesamte Stadtrat im Rahmen der jüngsten Sitzung zur Ortsbesichtigung in die Allgäuer Straße, um das Thema vor Ort mit den Anwohnern zu diskutieren.Paulina Hesse-Hoffmann betonte als Sprecherin der Anwohner, dass man nicht grundsätzlich gegen das Bauvorhaben sei. Man habe aber erhebliche Bedenken wegen der Verkehrsführung. Zu dem Neubaugebiet führe nur eine kleine Stichstraße von der Allgäuer Straße, die die Anwohner als zu schmal erachten, zumal kein Gehsteig vorhanden sei. Hesse-Hoffmann sagte den Stadträten, die Anwohner hofften auf eine zukunftsorientierte und vor allem verkehrssichere Lösung.

Die Anwohner rechnen mit einer Menge zusätzlichen Verkehrs, der durch die kleine Stichstraße rollen werde, zudem komme noch der Schwerlastverkehr während der Bauphase dazu. Daher plädierte Paulina Hesse-Hoffmann für eine Zufahrt von der Kemptener Straße aus. Dies ist nach den vorhandenen Bebauungsplänen nicht möglich. Stadtbaumeister Herbert Wagner hält die Stichstraße für ausreichend. Es sei kein Problem, hier eine verkehrsberuhigte Zone auszuweisen. Bürgermeister Josef Schweinberger sagte, eine durchgehende Straße zur Kemptener Straße, die Staatsstraße ist und somit nicht in der Zuständigkeit der Stadt liege, sei aufgrund des rechtsgültigen Bebauungsplanes und der verschärften Lärmschutzbestimmungen nicht möglich. Dies habe sich aus einem versuchten Bebauungsplanänderungsverfahren ergeben.

Eine Fortsetzung fand die Diskussion dann bei der Stadtratssitzung im Rathaus. Herbert Barthelmes (CSU) betonte, man habe sich grundsätzlich für eine Ortsverdichtung ausgesprochen. Das Anliegen der Anwohner, eine verkehrsberuhigte Zone zu schaffen, sollte man in die Pläne aufnehmen. Für Rudolf Grieb (UBI) ist das Bauvorhaben gut gelöst, da hier keine „Bodenverschwendung“ stattfinde. Buchloes Rathauschef Josef Schweinberger sagte, man werden den Bauträger im Rahmen des Erschließungsvertrages verpflichten, die Straße mit einem Wendehammer auf dem Grundstück zu bauen. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Antrag auf den Vorbescheid gebilligt.

Von Siegfried Spörer
csp

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