Benefizabend in der Zeppelinhalle bringt Unterstützer zusammen und begeistert Publikum

Zusammenhalten für den ESVK

Kaufbeuren – Werden die Joker nach den Hiobsbotschaften rund ums Stadion in der kommenden Saison wieder auf heimischem Grund Siege einfahren? Wer auf der Benefizveranstaltung für den ESVK am vergangenen Samstag in der Zeppelinhalle war, konnte jedenfalls Hoffnung schöpfen, so überwältigend zeigte sich die Solidarität für den Verein von Sponsoren, Künstlern und Fans. 

„Wir stehen zu unserem Verein!“ Mit diesem einen Satz ließ sich die Stimmung am Benefizabend für den ESVK beschreiben. Die gut gefüllte Zeppelinhalle bot den zahlreich erschienenen Fans aber nicht nur die Möglichkeit, nach der Hiobsbotschaft bezüglich des Stadions ihre Solidarität zum Verein zu zeigen, sondern auch, regionale Künstler im Rahmen eines einmaligen Programms zu erleben. 

Benefizabend in der Zeppelinhalle

Verlost wurde zudem eine Reise im Wert von 15.000 Euro. Wie die Sache für den ESVK momentan steht, berichtete gleich zu Beginn der Veranstaltung Oberbürgermeister Stefan Bosse. Die Betonsubstanz des Stadions sei an einigen Stellen vom Salz „marode“, so wie es aber jetzt aussehe, könne der Schaden noch einmal behoben werden: „Ich bin froh, wenn wir es im Laufe dieses Jahres hinbekommen dass der Spielbetrieb im August weitergehen kann und das Stadion dann noch drei bis vier Jahre hält!“ Auf die Sanierung könne dann möglicherweise die Planung für einen Neubau folgen – hierfür schlug Bosse zu gegebener Zeit einen Bürgerentscheid vor. „Wir kriegen das gemeinsam hin!“ war seine Botschaft an die Fans. Auch ESVK-Vorstand Andreas Settele schlug kämpferische Töne an: „Es ist toll, wie wir nach dem schlimmsten Weihnachtsfest in der Vereinsgeschichte aufgefangen wurden. Wir werden die Saison zu Ende spielen. Und wenn wir in die Relegation gehen und gewinnen, spielen wir auch nächstes Jahr in der 2. Liga!“ Von derart „ernsten“ Überlegungen schaffte es im Anschluss mühelos der Kabarettist Hubert Werner, das Publikum in ausgelassene Stimmung zu versetzen. Als „Allgäuer“, der von seinen Eltern in jungen Jahren darüber aufgeklärt wurde, dass er eigentlich ein „Ossi“ ist, sorgte er für so manche Lachsalve und „Zugabe“-Rufe beim Publikum. Wie alle anderen Künstler des Abends trat Werner, der am 17. Mai mit seinem Programm „Vollidioten TV“ in der kultBOX in Kempten zu sehen ist, ohne Gage zugunsten der „Joker“ auf. So auch die „Diamonds Revival Band“, die mit Hits der 80er Jahre und Schlagern der Halle ordentlich einheizte. Ebenso beeindruckend – und schade für alle, die am Samstag nicht beim Benefizabend dabei waren – waren die Präsentationen der jungen Nachwuchskünstler: Von der Kaufbeurer Tanzschule „Dance Solution“ unter Leitung von Christian Meirich trat eine Gruppe mit Hip-Hop- und Videoclip-Dancing auf, und Sängerin Julia Petrich begeisterte stimmgewaltig mit einem „Tote-Hosen“-Cover und ihrer eigenen brandneuen Single „First Time“. Außer Rand und Band brachte vor allem die anwesenden Damen die Spaßtanzgruppe „Buronia Dream Boys“. Zeigten sie zu Beginn des Abends ihr Können noch in Kostümen bekannter Comic-Superhelden wie Batman oder Spiderman, gaben sie später eine gelungene Parodie auf Elvis Presley zum besten und ließen zum Schluss – auf Drängen des Publikums – sogar (fast) alle Hüllen fallen. Was tut man nicht alles für den ESVK! Andreas Settele, geschäftsführender Vorstand des ESVK und Claus Tenambergen, Beisitzer und Organisator der Benefizveranstaltung sowie Anzeigenleiter Alfred Bloos vom Kreisboten zeigten sich von dem Engagement der Künstler und Sponsoren überwältigt. Alfred Bloos bekräftigte die weitere Zusammenarbeit mit dem ESVK und erklärte, dass die gemeinsame Unterstützung der Medien notwendig sei. Gerade im Zusammenhang mit dem großen Zuspruch aus der Bevölkerung und der momentanen Stadionsituation ist das Verfolgen von einzelnen Partnerschaften für den ESVK nicht förderlich. „Die Künstler machen es uns vor, wie die Unterstützung für den ESVK geleistet werden kann“ erklärte Alfred Bloos abschließend. von Michaela Frisch

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