Liebesglück und Liebesleid

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Petra Kalkutschke (v. li.), Kornelia Reinke und Nina Haug gaben ein Literaturkonzert zum Thema Frauen und Liebe.

Kaufbeuren-Neugablonz – Einen Kunstgenuss der besonderen Art bot der Ortsbildungsausschuss Neugablonz in Kooperation mit dem Isergebirgsmuseum seinem treuen Publikum am Nachmittag des Volkstrauertags im Gablonzer Haus: Die Bonner Künstlerinnen Petra Kalkutschke und Kornelia Reinke rezitierten und sangen abwechselnd die vom gebürtigen Reichenberger Edmund Nick vertonten, teils melancholischen, teils ironischen Gedichte von Mascha Kaléko, von Erich Kästner und anderen zum Thema Frauen und Liebe. Am Klavier begleitete sie Nina Haug.

Kornelia Reinke, Jahrgang 1962, war bereits als Kind eine begeisterte Chorsängerin, dennoch entschloss sie sich nach dem Abitur zum Studium der Rechtswissenschaften. Sie arbeitet seit 1996 als selbständige Rechtsanwältin in Bonn. Neben der beruflichen Tätigkeit nahm Sie Unterricht im klassischen Gesang und absolvierte zahlreiche Liedkurse, unter anderem in Kronenburg bei Martin Wölfel. Mit Lieder- und Chansonabenden gastierte sie vorwiegend in NRW - und jetzt, Edmund Nick zu Ehren, im Gablonzer Haus in Neugablonz. Ihr warmer Mezzosopran und die freche Interpretation der Kästner- und Kaléko-Texte trugen ihr reichlichen und verdienten Applaus ein.

Petra Kalkutschke, geboren 1961 in Lauchhammer-Ost, trug schon in der dritten Klasse leidenschaftlich Gedichte im Rezitationszirkel der Schule vor, mit zwölf spielte sie erste kleine Rollen am Theater. 1979-1983 studierte sie an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Ostberlin. Von 1983 bis 1986 arbeitete sie im Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt in Chemnitz. Es folgten feste Engagements in Kassel, Karlsruhe, Bochum und Bonn sowie diverse Gastrollen. Dazu kamen immer wieder Auftritte in Rundfunk, Film und Fernsehen. Sie trug die Texte nicht nur vor – sie spielte sie selbstverständlich und riß damit das Publikum immer wieder zu verständnisinnigem Gelächter und Schmunzeln hin.

Nina R. Haug, Jahrgang 1995, war mit nicht ganz 21 Jahren die Jüngste im Bunde. Sie hatte ihre Ausbildung von der Pianistin Tamriko Kordzaia an der Zürcher Hochschule der Künste erhalten. Mit dem Bariton Virgil Mischok ist sie derzeit in der Schweiz und in Deutschland unterwegs. Außerdem gibt sie Solo-Klavierabende im In- und Ausland. Seit Oktober 2013 studiert sie an der Hochschule für Musik in Würzburg im Hauptfach Klavier bei Frau Professor Silke-Thora Matthies und Liedgestaltung bei Professor Gerold Huber. Dieser hat unter anderem CDs von Edmund Nick aufgenommen und mit den Künstlerinnen das Programm musikalisch einstudiert. Nina Haugs virtuose und einfühlsame Begleitung am Klavier rundete den genußreichen Nachmittag ab. Das begeisterte Publikum ruhte nicht eher, bis es zwei Zugaben erklatscht hatte.

von Ingrid Zasche

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