Hilfe bei häuslicher Gewalt

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Ostallgäu/Kaufbeuren – Das Projekt „GABI“ soll Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, künftig eine weitere Anlaufstelle bieten. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Einrichtungen wie Frauenhäusern oder Notrufstellen wollen die geplanten pro-aktiven Beratungsstellen ein Beratungsangebot anbieten, das aktiv auf die Betroffenen zugeht. Der Landkreis Ostallgäu will die Einrichtung einer Beratungsstelle in Kaufbeuren unterstützen.

Ostallgäu/Kaufbeuren – Das Projekt „GABI“ soll Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, künftig eine weitere Anlaufstelle bieten. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Einrichtungen wie Frauenhäusern oder Notrufstellen wollen die geplanten pro-aktiven Beratungsstellen ein Beratungsangebot anbieten, das aktiv auf die Betroffenen zugeht. Der Landkreis Ostallgäu will die Einrichtung einer Beratungsstelle in Kaufbeuren unterstützen.

Frauenhäuser – sie sind Zufluchtsort und eine wichtige Anlaufstelle für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Doch „die bereits existierenden Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt setzen jeweils voraus, dass die Opfer von sich aus aktiv werden und sich an Frauenhäuser oder Notrufstellen werden“, informierte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, Heike Kraut- loher, auf der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Das Aufsuchen solcher Einrichtungen falle vielen Frauen schwer. „Bislang konnten daher durch die bestehenden Angebote längst nicht alle Betroffenen erreicht werden, die Hilfe benötigen“, so Krautloher. 

Das könnte sich nun bald ändern. Um Frauen die Inanspruchnahme von Hilfe zukünftig zu erleichtern, beabsichtigt das Bayrische Staatsministerium „die Einrichtung eines dezentralen Netzes von pro-aktiv beratenden Beratungsstellen zu fördern“, nachdem ein vorangegangenes Pilotprojekt in mehreren bayerischen Städten bereits „sehr positiv“ verlaufen war, so die Gleichstellungsbeauftragte.

 Durch die Übermittlung der Kontaktinformationen, die unter Einverständnis der Frauen bei Vorfällen häuslicher Gewalt von der Polizei aufgenommen und an die Beratungsstelle weitergeleitet werden, wird es den Mitarbeitern möglich, aktiv auf die von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen zuzugehen und Hilfe und Beratung anzubieten. Damit sollen künftig auch Frauen erreicht werden, die nicht von sich aus Beratungsstellen aufsuchen und deren Hilfsangebote in Anspruch nehmen können oder wollen. 

Die pro-aktiven Beratungsstellen sollen an Einrichtungen wie Frauenhäuser oder Notrufsäulen angegliedert werden, wodurch bereits bestehende Infrastrukturen genutzt werden können. Durch die Förderinitiative des Freistaates könnte auch in der Stadt Kaufbeuren die Einrichtung einer pro-aktiven Beratungsstelle initiiert werden. Sollte der Verein „Sozialdienst katholischer Frauen Augsburg“, der unter anderem das Frauenhaus Kaufbeuren-Ostallgäu betreibt, den Zuschlag für das Projekt „GABI“ bekommen, steht damit aus finanzieller Sicht auch von Seiten der kommunalen Träger nichts mehr im Wege.

von Sabrina Hartmann

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