Langjähriges Mitglied geht

Stadtratsmitglied Werner Seibt (CSU) wird ab sofort nicht mehr für den Stadtrat tätig sein.

Mit vergleichsweise emotionalen Themen beschäftigte sich auf seiner jüngsten Sitzung der Kaufbeurer Stadtrat. So wurde das beliebte und engagierte Gremiumsmitglied Werner Seibt aus gesundheitlichen Gründen offiziell verabschiedet. Später verlas Stadträtin Christa Becker-Hansen eine persönliche Erklärung, in der sie das Verhalten von CSU und KI beim Thema „Renovierung des Stadttheaters“ anprangerte.

33 Jahre lang saß Werner Seibt für die CSU im Stadtrat. Aus „gesundheitlichen Gründen“ hatte er nun selbst die Entbindung von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit beantragt. Auch an der jüngsten Sitzung konnte Seibt nicht teilnehmen, wurde in Abwesenheit vom Oberbürgermeister und Parteikollegen Stefan Bosse verabschiedet. Dieser bezeichnete Seibt als „maßgebliches Mitglied“ des Gremiums und bedauerte dessen Ausscheiden. Seibt hatte sich stets besonders für den Stadtteil Neugablonz sowie bei städtebaulichen Themen eingesetzt. Den nunmehr freien Sitz im Stadtrat wird CSU-ler Konrad Fischer einnehmen, er wurde auf der Stadtratssitzung vereidigt. Fischer übernimmt auch Seibts Platz im Werkausschuss. Im Bauausschuss wird dagegen Erwin Hardwig (CSU) Seibts Nachfolger. "Das ist kein Stil" Eine persönliche Erklärung verlas Gremiumsmitglied Christa Becker-Hansen (FW) und kritisierte darin das Verhalten von CSU und KI bei der Diskussion über die notwendige Renovierung des Kaufbeurer Stadttheaters. Zwar freue sie sich, dass kürzlich durch die beiden genannten Parteien eine „medienwirksame Diskussion“ zu diesem Thema angeregt worden sei, jedoch habe sie selbst bereits 2002 auf die Notwendigkeit einer barrierefreien Toilette hingewiesen. „Umso mehr bin ich über den CSU/KI-Antrag erstaunt“, so Becker-Hansen. Sie hätte ein gemeinsames Vorgehen erwartet, nicht aber dass „CSU und KI mich ganz bewusst übergehen“, wie es ganz klar der Fall sei. „Das ist kein Stil“, stellte die Stadträtin fest.

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