Mit leeren Händen zurück

Lukas Zink kämpfte in Thannhausen für die SVK um jeden Ball.

Trotz aufopferungsvollem Kampf hat die SpVgg Kaufbeuren das Auswärtsspiel bei der TSG Thannhausen mit 1:2 (0:0) verloren. Die Gäste zeigten sich sehr stark in der Offensive und konnten nach eine Fülle von Chancen erst in der 63. Minute durch Manuel Maier mit 1:0 in Führung gehen. Ali Ünal, der schon im Duell gegen Raisting seinen Mitspieler zweimal bediente, schob einen genialen Pass in die Spitze, sodass Maier verwandeln konnte. Unbeeindruckt drängte die TSG und glich in der 69. Minute durch Dominik Zinner aus. Sein Volleyschuss nach einem Freistoß war unhaltbar für Tor- wart Bernd Grund. Zinner war es auch, der nach einem fragwürdigen Elfmeter den Sack in der 82. Minute zu Gunsten seiner Mannschaft zumachte. Unterm Strich eine sehr unglückliche Niederlage. Kaufbeuren ist für seinen Einsatz und Aufwand nicht belohnt worden.

„Wir waren heute wirklich nicht gut. Thannhausen hat verdient gewonnen“, betont Kaufbeurens Cheftrainer Dragan Lasic nach dem Spiel bei der anschließenden Pressekonferenz. Während sich die Heimelf über drei Punkte freuen kann, geht die SVK wieder einmal mit leeren Händen nach Hause. „Die Niederlage ist deshalb so bitter, weil wir 1:0 geführt haben“, war bei Torwart Bernd Grund nach dem Spiel die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Nach den beiden Großchancen durch Ali Ünal und Lukas Zink habe für Coach Lasic die Mannschaft „den Faden verloren“. Thannhausen sei zweikampfstärker und bissiger gewesen als die SVK, meint er. Von zwei strittigen Elfmetern konnte Thannhausen einen sicher verwandeln. „Beide Elfer waren sehr fragwürdig. Ich will mich nicht festlegen, weil alles doch ziemlich schnell ging“, so Bernd Grund. Obwohl Kaufbeuren nach dem euphorischen und siegreichen Heimspiel über Raisting nicht noch einmal den gleichen Fehler wie in Nördlingen machen wollte, schaffte es die SVK nicht eine zwischenzeitliche 1:0-Führung auszubauen. „Diese Unkonzentration bricht uns das Genick“, zeigt sich Benjamin Kleiner nach dem Spiel doch eher ratlos. Der 26-jährige Mannschaftskapitän biss nach seiner Fußverletzung, die er sich gegen Raisting zuzog, in Thannhausen auf die Zähne und spielte die komplette Spielzeit durch. Stattdessen musste kurz vor der Pause Co-Kapitän Martin Unglert wegen einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden. „Uns fehlt die Sicherheit. Zudem können wir unsere Leistung nicht abrufen“, so Kleiner, der schon mit einem Blick auf das nächste Heimspiel gegen den SV Manching schaut. Dem SVM gelang am Samstag ein deutlicher 3:0-Heimerfolg über den FC Königsbrunn. Die SVK dürfte also gewarnt sein. Anstoß ist am Samstag erst um 17:30 Uhr.

Meistgelesene Artikel

Nach dem Rechten sehen

Marktoberdorf – Eine ehrenamtliche Sicherheitswacht soll künftig in Marktoberdorf Polizei und Bürger unterstützen. Seit vergangener Woche liegt die …
Nach dem Rechten sehen

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kommentare