Noch einmal muss der Actionheld seine Tochter beschützen

Kinotipp: "96 Hours – Taken 3"

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Bryan Mills (Liam Neeson) hat nichts von seinen Fähigkeiten verlernt.

Liam Neeson liebt Berlin. Vergangene Woche präsentierte der Superstar in der Hauptstadt zusammen mit Oscar®-Preisträger Forest Whitaker und Regisseur Olivier Megaton seinen neuen Film „96 Hours – Taken 3. (Siehe Exklusiv-Interview im Kreisboten letzte Woche).

Der Abschluss der erfolgreichen Trilogie um Ex-Top-Agent Bryan Mills, die allein in Deutschland bereits über 1,5 Mio. Kinozuschauer verfolgt haben, feierte im Zoo Palast mit 1000 Gästen seine fulminante Weltpremiere. Am Roten Teppich jubelten hunderte wartende Fans und bereiteten dem Trio einen ganz besonders herzlichen Empfang. Am 8. Januar startet der Kino-Kracher auf den Leinwänden. Action ist garantiert, aber ob sich der letzte Teil mit seinen Vorgängern messen kann, zeigt die Rezension. 

Inhalt 

Der ehemalige Top-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) steht vor den Trümmern seines Lebens: Er wird fälschlicherweise eines grausamen Mordes beschuldigt, dessen Opfer ihm sehr nahe stand. Während er selbst plötzlich ins Fadenkreuz eines hartnäckigen Polizeiinspektors (Forest Whitaker) gerät, muss Mills einmal mehr seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen, um den wahren Killer zu finden und ihn zur Rechenschaft zu ziehen. 

Doch die Männer im Hintergrund konzentrieren sich darauf, Mills an seiner empfindlichsten Stelle zu treffen. Schnell wird er sich dieser Verwundbarkeit bewusst, die zu schützen oberste Priorität hat: seine Tochter! 

Rezension 

Irgendwo zwischen „Jason Bourne“, „Mission Impossible“ und „Auf der Flucht“ kämpft, schießt und schlägt sich Liam Neeson durch die Story. Das Grundprinzip bleibt gleich, Bryan Mills (Liam Neeson wieder überragend) hangelt sich von den kleinen bis zu den ganz großen Bösewichten, selbstverständlich mit steigendem Schwierigkeitsgrad. 

Eigentlich die optimale Vorlage für ein Computer-Spiel mit 6 Levels, angefangen von den einfachen Polizei-Beamten bis zum russischen Super-Schurken. Doch spätestens nach der Hälfte des Streifens, also kurz nach „Level 3“ würde der Zocker ein Problem mit den Aufgaben bekommen. Sie sind einfach nicht lösbar oder nur mit Glück jenseits aller Wahrscheinlichkeit. 

Nachdem sich „Taken 3“ wunderbar atmosphärisch aufbaut und mit Forest Whitaker einen fähigen Ermittler (guter Vergleich: Tommy Lee Jones als U.S. Marshal in der Dr. Kimble-Verfilmung) ins Boot nimmt, werden die Action-Sequenzen zwar steigend explosiver aber auch unglaubwürdiger. Erinnert man sich noch an den ersten Teil zurück, konnte man alle Plus-punkte den Fähigkeiten des Helden zugute schreiben. Mit der kompromisslosen Härte eines gnadenlosen Spürhundes wurden die Angreifer einer nach dem anderen überrascht. 

In diesem Vergleich muss sich der dritte Teil klar geschlagen geben. In „Taken 3“ sieht sich der Top-Agent selbst in der Defensive, einige merkwürdige Logiksprünge lassen neue gefährliche Situationen entstehen, die im letzten Drittel des Films nur mit einem Sechser im Lotto überlebt werden können. Ohne dies über zu bewerten, bleibt der Kinobesuch in jedem Fall sehr unterhaltsam, dafür sollte der Zuschauer einfach seine Erwartungshaltung nach den letzten Teilen nicht so hoch einstufen. von Michael Denks


Fakten zum Film

Originaltitel: 96 Hours – Taken 3 

Land: USA 

FSK: ab 16 

Regie: Olivier Megaton 

Darsteller: Liam Neeson, Forest Whitaker, Maggie Grace, Famke Janssen u.a.

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