Dank und Anerkennung für die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei

Erfolgreiches Jubiläumsjahr

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Die Onleihe Schwaben macht es möglich: Das Entleihen von Medien 24 Stunden lang, an 365 Tagen im Jahr. Trotzdem kann es sich bei diesem Angebot, zumindest derzeit, nur um eine Ergänzung zu den konventionellen Medien handeln.

Marktoberdorf – Viel Lob ern-tete nicht nur das Angebot, sondern vor allem auch die Arbeit des Personals der Stadtbücherei aus dem Munde der Mitglieder des Hauptverwaltungs-, Personal- und Finanzausschusses bei dessen jüngster Sitzung.

Gute Voraussetzungen also, um den Stadträten die Zustimmung zu einer moderaten Gebührenerhöhung für den Leserausweis leichter zu machen, und zu einem einstimmigen Empfehlungsbeschluss zu kommen. Sollte sich der Stadtrat der Empfehlung anschließen, werden künftig 12, statt wie bisher zehn Euro jährlich fällig.Zu der positiven Bewertung trug auch das Bild der Aktivitäten im zu Ende gehenden Jahr 2013 bei, das Büchereileiterin Christine Schwertner bei ihrem Vortrag zeichnete. Neben dem kompletten Austausch der EDV-Hardware, die allerlei unerwar-tete Herausforderungen bereit gehalten habe, ließ sie auch zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Bücherei Revue passieren. Schwierig sei es gewesen, so Schwerter, die wertvollen Buch-Inhaltsangaben in die neue DV-Landschaft hinüber zu retten. Doch dank der guten Unterstützung durch die EDV-Abteilung sei die Umstellung erfolgreich verlaufen. Natürlich erforderten auch die zahlreichen Vorträge und Bücherlesungen im Jubiläumsjahr einen hohen Vor- und Nachbereitungsaufwand. Ein Publikumsmagnet besonderer Art seien in diesem Zusammenhang die „Historischen Spaziergänge“ von Herbert Eigler gewesen, so Schwertner. Keine Schwierigkeiten habe es beim Projekt Onlinebibliothek gegeben. Seit Juli gehört die Stadtbücherei zum Verbund „Onleihe Schwaben“ (wir berichteten), dem mittlerweile 15 Bibliotheken angehören. 2014 sollen neben anderen noch Füssen und Sonthofen hinzu kommen. Die reibungslose Einführung der Onleihe sei auch den bisher 174 registrierten Leserinnen und Lesern zu verdanken, die sich intensiv mit ihren eBook-Readern auseinandergesetzt hätten. Mit diesem zusätzlichen Angebot werde die Stadtbücherei noch attraktiver, denn das Angebot umfasse bereits rund 1000 eBooks und andere Medien wie Videos und Hörbücher. Auflösung gefordert?Sowohl Freie Wähler als auch die CSU im Gremium dankten den Mitarbeiterinnen der Bücherei für ihr Engagement. Dem schloss sich für die Grünen auch Axel Maaß an, der allerdings mit seinem Vorwurf, Peter Fendt (Bayern Partei) habe in der Vergangenheit schon einmal die Auflösung der Bücherei gefordert, für Aufregung sorgte. Es sei, so Maaß, richtig gewesen, stattdessen auf die neuen Entwicklungen positiv zu reagieren, denn der Erfolg der Bücherei spreche schließlich ge- gen Schließungsbestrebungen. Mit den Worten „Sie verbreiten Lügen“ setzte sich Fendt zur Wehr und sagte, er habe seinerzeit ausschließlich beklagt, dass die Verlustquote mit 50 Prozent zu hoch sei und dass „man das nicht haben“ müsse. Eine Rückfrage des Kreisboten beim Hauptamtsleiter Rupert Filser bezüglich dieser Verlustquote ergab, dass es sich beim Betrieb der Bücherei um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt. Der Aufwand für die Bücherei in Höhe von 245.000 Euro stehe laut Filser ohnehin in keinem Verhältnis zu den Einnahmen von 31.000 Euro. In diesem Zusammenhang überhaupt von einer „Verlustquote“ zu reden sei deshalb nicht zielführend, so Hauptamtsleiter Filser.
Klaus Bauer

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