Entwicklung schreitet voran

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Nach den derzeitigen Planungen könnte das Gebäude im hinteren Teil des Fotos dann in etwa so aussehen.

Marktoberdorf – Die Stadt Marktoberdorf hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl Leerstände in Marktoberdorf zu verringern. Nun hat sich für ein Wohnhaus und ein nebenstehendes leerstehendes Geschäftshaus in der Salzstraße ein Investor gefunden. Die beiden Gebäude sollen einem modernen Neubau mit Gewerbeflächen weichen. Mit dem Neubauprojekt will die Stadt ihre Attraktivität als Wohn- und Einkaufsstandort weiter erhöhen.

Ein in der Stadtentwicklung Marktoberdorfs zentraler Dreh- und Angelpunkt ist der Leerstand zentraler Gewerbeflächen im Stadtgebiet. Derzeit freut sich die Stadt allerdings immer häufiger über Ladeneröffnungen in ehemals leerstehenden Gebäuden. Nun hat sich auch für das Grundstück in der Salzstraße 1 ein Investor gefunden. Ausführendes Bauunternehmen ist die „Höbel GmbH“ mit Sitz in Immenhofen. Das derzeit noch bestehende Geschäftshaus wurde in der Vergangenheit gewerblich genutzt. Auch in Zukunft sollen den Gewerbetreibenden dort wieder Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, jedoch sollen das alte Gebäude sowie ein nebenstehendes Wohnhaus einem modernen Neubau weichen.

Geplant ist ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus mit Wohneinheiten in den Obergeschossen. Die Höhe soll dabei vergleichbar mit dem derzeitigen Bestand sein, um das Stadtbild nicht zu beeinträchtigen. Eine zweigeschossige Tiefgarage, die für Anwohner wie für Kunden zugänglich sein soll, würde auch die Parkplatzsituation rund um die Innenstadt verbessern.

Stadtbaumeister Ralf Baur wertet das Bauvorhaben aus städtebaulicher Sicht als „sehr wichtiges Projekt“, welches sowohl zur Belebung der Stadt als Einkaufsstandort beitrage, als auch neuen, derzeit stark nachgefragten Wohnraum schaffe. Durch das neue Gebäude würde die Ortseinfahrt Marktoberdorf aus Richtung Füssen außerdem eine optische Aufwertung erfahren, begrüßte Stadträtin Ulrike Wieser (SPD) das Vorhaben.

 Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell möchte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von einer „Trendwende“ sprechen, zeigte sich allerdings erfreut über die zahlreichen positiven städtebaulichen Veränderungen in der letzten Zeit. Entsprechend stieß man in den Reihen des Stadtrats auf offene Ohren und erhielt fraktionsübergreifend Zuspruch. Einzig die Vorstellung der derzeit geplanten, modernen Fassadengestaltung wurde auch mit kritischen Äußerungen begleitet. Die optische Gestaltung sei allerdings in der derzeitigen Planungsphase noch nicht von Belang, versicherte Baur. Derartige Anfragen würden dann in einem nächsten Schritt im Bebauungsplan für das Grundstück festgehalten.

Entsprechend eindeutig fiel dann auch die Abstimmung über das Bauprojekt aus. Die Stadträte entschieden in einem einstimmigen Beschluss, das Bauvorhaben im laufenden Bauleitplanverfahren zu berücksichtigen.

von Sabrina Hartmann

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