Stationsoffensive Bayern: Bahn rüstet bayernweit auf

Neue Haltestelle für Marktoberdorf

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Das Bahngleis in Marktoberdorf Richtung Norden. Hier oder in näherer Umgebung plant die Bahn einen neuen Bahnhalt.

Marktoberdorf – Die Deutsche Bahn will bis Ende 2022 einen zusätzlichen Bahnhalt in Marktoberdorf Nord errichten. Das gaben das Unternehmen und das Bayerische Innenministerium am vergangenen Dienstag bekannt.

Der geplante Bau gehört zur neuen „Stationsoffensive“ der Bahn, in deren Verlauf 20 neue Haltepunkte im gesamten Freistaat errichtet werden sollen. 

Einer davon soll im Norden Marktoberdorfs gebaut werden. Der Bahnhalt wird wie alle anderen barrierefrei sein und soll auf Bestellung des Freistaates mindestens stündlich bedient werden, heißt es vonseiten des Bayerischen Stattsministerium des Innern. 

Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell (CSU) zeigte sich erfreut über die Entwicklungen: „Der Norden Marktoberdorfs bietet einen wesentlichen fußläufigen Einzugsbereich. Ein zusätzlicher Bahnhaltepunkt steigert langfristig die Attraktivität der Kreisstadt als Wohnort, insbesondere für Pendler”. 

Rund drei Jahre veranschlagt die Bahn eigenen Angaben zufolge für die Planungs- und Genehmigungsphase. „Die Planung wird voraussichtlich in 2018 beginnen, der Bau erfolgt nach derzeitigem Stand im Jahr 2022, die Inbetriebnahme voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022“, heißt es vonseiten der Bahn. Die Station Marktoberdorf Nord könne also ab 2022, mit Inbetriebnahme der 2. Betriebsstufe des Dieselnetzes Augsburg, angefahren werden. Voraussetzung hierfür sei auch die erfolgte Elektrifizierung der Strecke Geltendorf-Lindau, sowie der Umbau des Bahnhofs Marktoberdorf, so ein Bahnsprecher weiter. 

Neben der Kreisstadt Marktoberdorf profitieren im Ostallgäu vor allem noch Kaufbeuren und Füssen von der „Stationsoffensive“ der Bahn. So soll in Kaufbeuren die Bahnhaltestelle Kaufbeuren Nord (siehe Artikel S. 2) sowie in Füssen im Venetianerwinkel ein zweiter Bahnhaltepunkt entstehen. Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zeigte sich gegenüber dem Kreisboten erfreut über die Ankündigung der Bahn. Diese sei wegen der neuen Haltestelle im Venetianerwinkel von sich aus auf die Stadt zugekommen. „Das ist ein Service den Kunden und unserer Bevölkerung gegenüber“, erklärte er. 

Der geplante Haltepunkt Kaufbeuren-Neugablonz wird allerdings außerhalb der Stationsoffensive errichtet. Der Bau der 20 geplanten neuen Haltestellen soll stufenweise vollzogen werden. Ziel des Projekts ist es, „das Bahnland Bayern noch attraktiver zu machen“, wie es vonseiten des Bayerischen Innenministeriums heißt. Die Investitionskosten für die Bahnhalte in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro tragen der Freistaat und die Deutsche Bahn je zur Hälfte, so der Minister.

von Matthias Matz und Martina Staudinger

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