Für mehr Sicherheit

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Über die offizielle Verkehrsfreigabe freuen sich Stefan Elmer (v. re.), Polizeihauptkommissar und Stadtrat, Bertram Mooser vom Planungsbüro, Landrätin Maria Rita Zinnecker, erster Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, Waltraud Joa als Landkreisbeauftragte für Menschen mit Handicap und Martin Worger, Bauleiter der Firma Xaver Schmid.

Marktoberdorf – An der Kreuzung Jörglweg/Schwabenstraße und der Einmündung Jörglweg in die Ruderatshofener Straße war es in den letzten fünf Jahren zu 35 teilweise schweren Verkehrsunfällen gekommen. Jetzt wurde der Unfallschwerpunkt sicherer gemacht.

Die neue Lösung sei eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und ein Beispiel für innerstädtische Verkehrslösung, betonte Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bei der öffentlichen Präsentation am Freitag.

Nach mehrmonatigem Bau wurden die Arbeiten im Jörglweg nun abgeschlossen und die Straße offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Markt­oberdorfs erster Bürgermeister Dr. Hell machte in seiner kurzen Ansprache klar: „Wir haben zwingend handeln müssen“. Der Jörglweg war früher sehr unfallträchtig. Herbert Schröder, ein Anwohner an der Schwabenstraße, bestätigte, dies: „die Autos sind teilweise bis zur Mauer des nächsten Hauses geflogen“. Deshalb musste die Stadt hier reagieren und investierte 1,15 Millionen Euro, „um die Verkehrssicherheit zu verbessern“, so Hell. Das Markt­oberdorfer Stadtoberhaupt bestätigte ausdrücklich: „Es wurden nur notwendige Arbeiten gemacht, um die Anlieger und die Steuerzahler nicht unnötig zu belasten“.

Ganz nebenbei zeigt sich nach der Fertigstellung der Straße, zusammen mit dem neuen Ärztehaus an der Ruderatshofener Straße und dem neu angelegten Parkplatz des Landratsamtes, ein neues frisches Bild dieses Stadtteiles. „Das ist nebenbei auch noch eine Aufwertung für das Quartier“, erklärte Hell zufrieden. Er kündigte neben der noch ausstehenden Begrünung der neuen Flächen auch schon die nächsten Arbeiten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Ruderatshofener Straße an. Dort werde man schon in einem Monat mit den Bauarbeiten beginnen.

Landrätin Maria Rita Zinn­ecker hatte lange nach diesem gemeinsamen offiziellen Termin gesucht, da er ihr sehr wichtig war: „Das Landratsamt ist ein Hauptanlieger dieser Straße und war auch mit 220.000 Euro an den Kosten beteiligt.“ Sie bedankte sich für die Geduld der Anwohner bei den Bauarbeiten und freute sich über die neue Radwegelösung.

Waltraud Joa, für den Landkreis die Beauftragte für Menschen mit Handicap und selbst Rollstuhlfahrerin, lobte die neue Verkehrslösung mit den Mittelinseln, welche die Überquerung der Straße erleichtern. „Ich fühle mich dabei einfach sicherer“, sagte Joa.

Bertram Mooser von „Mooser Ingenieure“ aus Kaufbeuren, zuständig für die Planung und Bauüberwachung, erläuterte einige Details: „Im Innenstadtbereich gibt es immer Zwangspunkte für verschiedene Interessen, die Planung ändert sich daher oft. Die momentane Lösung ist der bestmögliche Kompromiss“. Die Radfahrer können sich auf den deutlich markierten „Angebotsstreifen“ bewegen, den die Autofahrer allerdings bei Bedarf auch nutzen können. An der Kreuzung mit der Schwabenstraße wurde durch einen leichten Fahrbahnversatz, optischen Mitteln und einem Stoppschild bewirkt, dass ein „Durchschießen“ über die Schwabenstraße nicht mehr möglich ist. Eine Verkehrsinsel ist Querungshilfe für Fußgänger.

Früher war für Autofahrer aus östlicher Richtung kommend die Verkehrssituation auf der Schwabenstraße vor dem Landratsamt schwer einzusehen und deshalb unfallträchtig. Deshalb ist der Jörglweg nun als Einbahnstraße nur noch in östlicher Richtung benutzbar. Radfahrern hat man die Durchfahrt allerdings ermöglicht, auf einem deutlich markierten und abgesetzten Radweg.

Laut Mooser gilt diese gesamte Lösung momentan als Beispiel für Verkehrslösungen im innerstädtischen Bereich. „Insgesamt wurden 3.400 Quadratmeter frisch asphaltiert“, so Mooser, „und wir bleiben unter den ursprünglich geplanten Kosten. Das ist ebenfalls eine gute Nachricht in diesen Zeiten.“

von Wolfgang Krusche

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