Entscheidung vertagt

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Die bestehende Sporthalle am Sonnenhof ist noch bis maximal zum Jahr 2030 für die Vereine nutzbar.

Mauerstetten – Die Auslobung zum Architektenwettbewerb für den Bau einer neuen Dreifachturnhalle in Mauerstetten konnte noch nicht auf den Weg gebracht werden. Dieser Tagesordnungspunkt wurde nach längerer Diskussion vertagt und kommt am Donnerstag dieser Woche erneut zur Abstimmung.

Auslöser waren die von Bürgermeister Armin Holderried vorgestellten Zahlen über die möglichen Gesamtkosten für die Sporthalle und das gesamte zu erschließende Areal. „Allerdings“, so betonte er eingangs, „sind das grobe Schätzungen am oberen Ende einer möglichen Kostenskala.“ Dabei stand unter dem Strich die Summe von 10,4 Millionen Euro für das gesamte Projekt.

Leicht geschockt zeigten sich einige Gemeinderäte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Mauerstetten, nachdem ihnen die Gemeindespitze sein Zahlenwerk vorgestellt hatte, welches im Wesentlichen auf Annahmen des begleitenden Architekturbüros Schober basierte. Dabei legte Holderried Wert auf die Feststellung, dass es sich nicht nur um den Neubau der Sporthalle, sondern auch um die Nebenkosten und die Erschließung des gesamten Areals sowie die Gestaltung der Freiflächen handelte. „Dies ist keine Berechnung, sondern nur ein Ansatz aufgrund des Raumprogramms für die Halle einerseits und eine grobe Kostenschätzung für die Außenanlagen und die Erschließung“, so der Bürgermeister, dem außerdem die Transparenz des Gesamtprojektes am Herzen liegt.

Überwiegend kritisch

„Die Sporthalle alleine kostet nicht die Summe“, sagte Gemeinderat Manfred Höbel, „Zuwege, Kanal, die Verlegung der Tennisplätze, das Beachvolleyballfeld und vieles mehr gehören dazu – das hätte uns von Anfang klar sein müssen.“ Dies sahen zwar einige Räte ähnlich, aber es gab auch kritische Stimmen. „Ich habe die Summe von 7,6 Millionen Euro im Kopf“, sagte Werner Semtner, „das jetzt ist mir zu hoch.“ Dem stimmte Peter Niederthanner zu, der dies für einen „gewaltigen Einschnitt“ hielt und regte eine Bürgerversammlung an. Zudem befürchtete er aufgrund einer zukünftigen Schuldenlast mögliche Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen der Gemeinde.

Margit Baudisch sprach von „viel Geld“ und meinte: „Ob das alle Mauerstettener gut heißen?“ Michael Marx zeigte sich zwar erschrocken, sprach aber von einem „transparenten und ehrlichen Verfahren gegenüber der Bevölkerung“. Martin Fritsch zog Vergleiche zu ähnlichen Projekten in anderen Gemeinden, die aus seiner Sicht günstiger waren. Günter Ziegler machte deutlich, dass durch die Erschließung und Verlegung in jedem Falle Mehrkosten entstünden, egal, ob Zweifach- oder Dreifachhalle. „Und das Gemeindeleben wird nicht stillstehen, sondern weitergehen“, sagte er.

Entscheidung vertagt

Einig waren sich alle Räte, dass man mit „den Kosten herunterkommen“ müsse. Holderried machte auch klar, dass eine Sanierung der bestehenden Halle am Sonnenhof ebenfalls drei Millionen Euro kosten würde und warnte davor, die „Diskussion und das Rad noch einmal um zwei Jahre zurückzudrehen“. Zudem müsse geklärt werden, inwieweit Kosten in Form eventueller Schadensersatzforderungen in Bezug auf den bereits angekündigten Architektenwettbewerb entstehen könnten. Dies wird in der Sitzung am Donnerstag erläutert.

von Wolfgang Becker

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