Mehr regenerative Energien

Die aktuellen Entwicklungen in der Umweltpolitik waren Thema der Auftaktveranstaltung zu den Energiespartagen der Sparkasse Kaufbeuren. Dazu sprachen im Stadtsaal (im Bild von links) Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Winfried Nusser, der Bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder und Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Simm

Das 3. Sparkassen-Forum bildete zugleich den Auftakt für die „Energiespartage 2011“. Der bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder (CSU) erläuterte den rund 350 Gästen im Kaufbeurer Stadtsaal, warum es aus ökologischen und aus ökonomischen Gesichtspunkten so wichtig sei, den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern.

Zur Eröffnung ihrer 5. Energiespartage lud die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, ein, vor dem Publikum über die „Aktuellen Entwicklungen in der Umweltpolitik“ zu sprechen. Vorstands- vorsitzender Winfried Nusser unterstrich in seiner Begrüßung zunächst die „Schlüsselrolle der Politik“ und machte darauf aufmerksam, wie aktuell das Thema in unserer Region ist: „Viele Hausbesitzer denken über eine Sanierung nach, da eine Vielzahl der Immobilien aus einer Zeit stammt, als die Energieproblematik noch kein Thema war“. Für Nusser ist ganz klar: „Modernisierungen lohnen sich für die Eigenheimbesitzer und die Umwelt“. Förderungen schaffen nach seiner Meinung Anreize für umweltfreundliches Handeln. Mit Ausführungen zu den Themen Klimaerwärmung und deren Folgen wie Veränderungen der Wasserkreisläufe und Hochwassergefahr verdeutlichte Dr. Söder die Problematik. Ziel müsse es sein, den Anteil der regenerativen Energien zu erhöhen. Söder betonte, mit „Intelligenz und Innovation lässt sich in der Zukunft mit sauberen Technologien ein Wirtschaftsfaktor“ aufbauen. Aufgrund des „Kampfes um Rohstoffe“ sieht Söder die Nachfrage nach diesen Technologien nicht nur im Inland sondern weltweit als gegeben an. Auch Deutschland könne so Abhängigkeiten reduzieren, meint der bayerische Umweltminister. Mit einem CO2-Verbrauch pro Kopf von unter sechs Tonnen jährlich liege Bayern bereits jetzt weit unter dem Bundesdurchschnitt, der rund neun Tonnen pro Kopf und Jahr beträgt. Die Kernenergie in Bayern müsse befristet verlängert werden, um einen „qualitativen Technologievorsprung“ zu schaffen. Dabei gelte es auch Energiespeichersysteme, bessere Wirkungsgrade und eine „intelligente Vernetzung“ für erneuerbare Energie zu entwickeln, so Söder. Ehrung für zwei Firmen Gleich zwei Bayerische Staatsmedaillen für Verdienste um Umwelt und Gesundheit verlieh Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rahmen des „Sparkassen-Forums“ an regionale Unternehmen. Die Varmeco GmbH & Co. KG aus Kaufbeuren gilt als Vorreiter für rationelle und regenerative Heizungssystemtechnik mit hygienischer Trinkwarmwasserbereitung. Die Firma beschäftigt rund 30 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Technik, Produktion, Service und Vertrieb. Markus Meyer wurde mit seiner Firma Airoptima für seine Arbeit im Bereich Energieeffizienz in der Gebäudeausrüstung ausgezeichnet. Seine Kerngebiete sind Lüftungs- und Wärmepumpentechnologie im energieeffizienten Bauen und Sanierung sowie Gebäudeluftdichtigkeit und Thermografie. Weitere Fachvorträge Im Rahmen der „Energiespartage 2011“ bot die Sparkasse Kaufbeuren weitere Veranstaltungen an. Über eine Mustersanierung anhand eines Praxisbeispiels informierte Bauingenieur Andreas Kaufmann. Der Dokumentarfilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ mit anschließender Diskussion mit Werner B. Koldehoff, Vorstandsmitglied im Bundesverband Solarwirtschaft, wurde ebenfalls gut angenommen. Mit einer Besichtigungstour zu drei energieeffizient sanierten Gebäuden endeten die diesjährigen „Energiespartage“. ess

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